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Arm werden: 5 Dinge, die dich wirklich ruinieren
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Arm werden: 5 Dinge, die dich wirklich ruinieren

Nicht der tägliche Kaffee macht dich arm, sondern Steuern, Eigenheim, Neuwagen und schlechte Lebensgewohnheiten. Gerald Hörhan erklärt die 5 echten Kostenfallen und wie du sie vermeidest.

Gerald Hörhan
Geschrieben von
Gerald Hörhan
CEO InvestmentPunk Academy GmbH
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Auf einen blick Zusammengefasst

Arm werden hat nichts mit dem täglichen Starbucks-Kaffee zu tun. Laut Gerald Hörhan sind die fünf echten Armutsfallen: zu hohe Steuerlast (bis zu 60 % für Angestellte), das selbstgenutzte Eigenheim mit teurer Individualisierung, der Neuwagenkauf auf Kredit mit bis zu 23 % Zinsen, ein Lebenspartner der finanziell belastet, sowie Alkohol, Drogen, Spielsucht und Abzockmodelle. Wer diese fünf Hebel in den Griff bekommt, baut deutlich schneller Vermögen auf als jeder, der beim Kaffee spart.

Arm werden passiert nicht durch den Starbucks-Kaffee am Morgen. Diese Vorstellung ist, offen gesagt, kompletter Unsinn. Die echten Hebel, die dich finanziell ausbremsen, liegen woanders: bei Steuern, beim Eigenheim, beim Auto und bei Gewohnheiten, über die kaum jemand offen spricht. Ich zeige dir die fünf Dinge, die in der Praxis den größten Unterschied machen, wenn es darum geht, ob du am Ende des Lebens Vermögen hast oder nicht.

Warum der Starbucks-Kaffee dich nicht arm werden lässt

Immer wieder bekomme ich die Frage: Soll ich jetzt aufhören, Starbucks-Kaffee zu kaufen, damit ich endlich Geld investieren kann? Die Antwort ist klar: Das ist Bullshit. Wenn du 5 Euro pro Tag beim Kaffee sparst, macht das im Monat 150 Euro. Das ist kein Hebel. Das ist Lebensqualitätsverzicht ohne nennenswerten finanziellen Effekt.

Das Kleinklein-Sparen quält dich, zerstört deine Lebensqualität und bringt am Ende nichts. Wer sich auf solche Minisparmaßnahmen konzentriert, übersieht die wirklich großen Kostenpositionen in seinem Leben. Und genau dort, bei den großen Hebeln, entscheidet sich, ob du Vermögen aufbaust oder arm wirst.

Voraussetzung für alles ist natürlich, dass du genug verdienst. Wenn das Einkommen zu gering ist, musst du zuerst daran arbeiten: durch einen Jobwechsel, eine Nebentätigkeit, unternehmerische Aktivitäten oder neue Fähigkeiten. Aber sobald ein ordentliches Einkommen da ist, kommt es auf die folgenden fünf Punkte an.

Hebel 1: Steuern sind deine größte Ausgabe beim arm werden

Der mit Abstand wichtigste Hebel beim Vermögen aufbauen ist das Thema Steuern. Die meisten Menschen sehen nur ihr Nettogehalt und denken, das sei die relevante Zahl. Weit gefehlt. Als Angestellter zahlst du in Deutschland und Österreich zusammen mit Sozialversicherung und Kirchensteuer gut 50 % Steuern auf dein Bruttoeinkommen. Rechnet man noch die Arbeitgeberbeiträge dazu, kommt man teilweise auf über 60 % Abgabenlast.

Das ist der größte Brocken deiner Kosten, und er wird von den meisten komplett ignoriert. Dabei gibt es auch als Angestellter legale Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken. Ein Beispiel: Statt einer Gehaltserhöhung einen Dienstwagen verhandeln, am besten ein Elektrofahrzeug. In Österreich fällt kein privater Nutzungsanteil an, in Deutschland ist er deutlich geringer als bei Verbrennern. Die Betriebskosten sind minimal, Reparaturen kaum vorhanden, Tanken kostet einen Bruchteil des Spritpreises.

Steuern sind die größte Ausgabe der meisten Menschen, und fast niemand beschäftigt sich damit. Wer das ändert, hat den wichtigsten Hebel für sein Vermögen in der Hand. (Gerald Hörhan)

Laut Gerald Hörhan ist das Steuerrecht von der Pike auf zu verstehen die wertvollste Investition, die du in deine finanzielle Bildung tätigen kannst. Wer hier ansetzt, spart mehr als durch jedes andere Sparverhalten.

Hebel 2: Das Eigenheim ist oft eine Geldvernichtungsmaschine

Die zweitgrößte Ausgabe bei den meisten Menschen ist das selbstgenutzte Eigenheim. Meine Empfehlung ist klar: zur Miete wohnen und Immobilien als Kapitalanlage kaufen. Kaufe hässliche kleine Löcher als Geldanlage, kassiere die Mieten dieser Objekte und zahle damit deine eigene Miete. Was übrig bleibt, ist echter Cashflow (= monatlicher Überschuss nach allen Kosten). Wer stattdessen ins Eigenheim investiert, riskiert arm werden, ohne es zu merken.

Dazu kommt ein steuerlicher Aspekt, den die wenigsten kennen: Wenn du ein Eigenheim hast, musst du alle Ausgaben dafür aus versteuertem Geld bezahlen. Wenn du dagegen Anlageimmobilien besitzt, kannst du Kosten für Reparaturen, Möblierung und Verwaltung steuerlich absetzen. Das ist ein enormer Unterschied.

Die Individualisierungsfalle beim Eigenheim

Noch schlimmer als das Eigenheim selbst ist die Individualisierung danach. Teure Küchen, Marmorbäder, maßgefertigte Tischler-Einbauten: Das alles kostet Zehntausende Euro und ist beim Verkauf fast nichts wert. Käufer interessieren sich nicht für deinen persönlichen Geschmack. Meine Eltern haben damals einen Kamin eingebaut, das Bad in Doppel-Marmor ausgestaltet und alles individuell gestaltet. Beim Verkauf haben sie dafür keinen Cent extra bekommen.

Ein Konferenztisch, der neu 8.000 Euro kostet, ist als Ausstellungsstück für 2.000 Euro zu haben. Wer klug einkauft und nicht dem Individualisierungswahn folgt, hat hier einen weiteren großen Hebel für das Vermögen aufbauen.

Hebel 3: Der Neuwagen auf Kredit beschleunigt das arm werden

Neben dem Eigenheim ist der Neuwagenkauf auf Kredit die zweitgrößte finanzielle Dummheit, die du begehen kannst. Ich habe selbst ein Leasingangebot bekommen mit 23 % Zinsen. 23 Prozent. Das ist keine Finanzierung, das ist Abzocke. Ich zahle aus eigenem Geld, klar. Aber wer das nicht kann oder will und trotzdem einen Neuwagen auf Pump kauft, verbrennt Geld.

Ein neues Auto verliert in den ersten Jahren 20 bis 30 % seines Werts. Kaufst du dagegen ein gut erhaltenes Fahrzeug, das bereits 5 Jahre alt ist und wenig Laufleistung hat, verliert dieses Auto kaum noch an Wert. Du kannst teilweise einen Gebrauchten günstiger kaufen als einen Neuwagen, und das Fahrerlebnis ist praktisch identisch.

  • Neuwagen verlieren in den ersten 3 Jahren bis zu 30 % an Wert
  • Leasingzinsen können bis zu 23 % betragen
  • Elektrofahrzeuge haben steuerliche Vorteile und minimale Betriebskosten
  • Gebrauchtwagen mit wenig Laufleistung sind die klügere Wahl
  • Ausnahme: Elektrofahrzeuge mit guter Förderung können sich neu lohnen

In der Praxis fahre ich selbst kein Fahrzeug, das ich neu gekauft habe. Und ich bin sicher nicht untermotorisiert. Das Elektroauto, das ich fahre, habe ich nicht neu gekauft und schätze besonders den Autopilot-Modus sowie die deutlich geringeren Betriebskosten.

Hebel 4: Lebenspartner und Lifestyle kosten mehr als du denkst

Das ist ein Thema, über das kaum jemand offen spricht. Aus rein wirtschaftlicher Sicht, und ich rede hier nicht über Emotionen, ist der Lebenspartner ein erheblicher Kostenfaktor. Affären, teure Restaurantbesuche, Luxusartikel wie Designertaschen: Das alles wird aus versteuertem Geld bezahlt und kann steuerlich nicht abgesetzt werden.

Wer Vermögen aufbauen will, achtet darauf, dass der Partner ähnliche wirtschaftliche Ziele teilt, selbst etwas verdient und nicht ausschließlich auf Kosten des anderen lebt. Im schlimmsten Fall endet das mit einer Scheidung, die finanziell verheerender ist als jede Linksregierung in Deutschland oder Österreich.

Dazu kommt der Bereich Alkohol. Schau dir mal an, was Alkohol im Supermarkt kostet. Sündhaft teuer, deutlich teurer als Nahrungsmittel. Wer wenig oder gar keinen Alkohol trinkt, hat nicht nur einen gesundheitlichen, sondern auch einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil. Und das gilt erst recht für illegale Drogen, die nicht nur die Gesundheit gefährden, sondern auch das Portemonnaie massiv belasten.

Wie schützt du dich vor Abzockmodellen?

Der fünfte große Hebel, der Menschen arm werden lässt: auf Abzockmodelle hereinfallen. Ich kenne genug Menschen, die in exotische Investments gegangen sind: Gold-Deals in Afrika, dubiose Immobilienprojekte, Reaktor-ähnliche Konstrukte. Jedes Mal war am Ende alles weg. Mein Arzt hat mich einmal für ein solches Modell angerufen, weil er nichts mehr hatte.

Wenn du einfach nur vermeidest, abgezockt zu werden, und ein gewisses Maß an wirtschaftlicher Bildung mitbringst, sparst du dir enorme Summen. Spielsucht, Casino, alle Formen von Glücksspielen: Dort wird Geld vernichtet, ohne dass irgendetwas dafür zurückkommt.

Stand 2022 gilt: Wer diese fünf Bereiche konsequent im Griff hat, wird deutlich schneller Vermögen aufbauen als jemand, der beim Starbucks-Kaffee spart und gleichzeitig einen Neuwagen auf Kredit fährt, in einem teuer individualisierten Eigenheim wohnt und 50 % Steuern zahlt ohne je nachzufragen, ob das wirklich nötig ist.

Die 5 echten Hebel auf einen Blick

Wer arm werden will, macht folgendes: Er zahlt 50 bis 60 % Steuern ohne sich zu informieren, kauft ein Eigenheim in der Pampa mit Marmorküche, finanziert einen Neuwagen zu 23 % Zinsen, lebt mit einem Partner der seine Finanzen ignoriert, und gibt sein Geld für Alkohol, Drogen, Glücksspiel oder dubiose Investments aus.

Wer dagegen Vermögen aufbauen will, setzt genau hier an. Nicht beim Kaffee. Nicht beim Outlet-Store. Sondern bei den großen Zahlen. Aus 25 Jahren Investmenterfahrung sehe ich immer wieder, dass Menschen, die diese fünf Punkte angehen, innerhalb weniger Jahre deutlich mehr Netto behalten und damit echte Investments finanzieren können.

Fokussiere dich auf die großen Hebel. Ob du vier, fünf oder sechs Euro für einen Kaffee ausgibst, ist für dein Vermögen völlig egal. (Gerald Hörhan)

arm werden

: Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was macht Menschen wirklich arm, wenn nicht das Kleingeld-Sparen?

Laut Gerald Hörhan sind die fünf echten Armutsfallen: eine Steuerlast von bis zu 60 %, das selbstgenutzte Eigenheim mit teurer Individualisierung, der Neuwagenkauf auf Kredit mit bis zu 23 % Zinsen, ein finanziell belastender Lebenspartner sowie Alkohol, Drogen, Spielsucht und Abzockmodelle. Wer diese Hebel ignoriert und stattdessen beim Kaffee spart, verschwendet Zeit und Energie.

Wie viel Steuern zahlen Angestellte wirklich?

In Deutschland und Österreich kommen Angestellte inklusive Sozialversicherung, Kirchensteuer und Arbeitgeberbeiträgen auf eine Gesamtabgabenlast von 50 bis über 60 %. Das ist die größte Einzelausgabe der meisten Menschen, und sie wird kaum wahrgenommen, weil nur das Nettogehalt auf dem Gehaltszettel steht.

Warum empfiehlt Gerald Hörhan zur Miete zu wohnen statt ein Eigenheim zu kaufen?

Wer ein Eigenheim kauft, zahlt alle Ausgaben aus versteuertem Geld und kann nichts absetzen. Wer dagegen Anlageimmobilien kauft und zur Miete wohnt, kann Kosten steuerlich geltend machen, erzielt Mieteinnahmen und finanziert damit die eigene Miete. Zusätzlich wird beim Eigenheim oft Zehntausende Euro in Individualisierungen investiert, die beim Verkauf nichts wert sind.

Wann lohnt sich der Kauf eines Neuwagens?

Laut Gerald Hörhan lohnt sich ein Neuwagen nur in Ausnahmefällen: bei Elektrofahrzeugen mit guter staatlicher Förderung oder wenn das Vermögen so groß ist, dass der Kaufpreis keine Rolle spielt. In allen anderen Fällen ist ein gut erhaltener Gebrauchtwagen mit wenig Laufleistung die klügere Wahl, da Neuwagen in den ersten 3 Jahren bis zu 30 % an Wert verlieren.

Wie erkenne ich Abzockmodelle bei Investments?

Warnsignale sind überdurchschnittliche Renditeversprechen ohne nachvollziehbares Geschäftsmodell, exotische Konstrukte wie Rohstoffprojekte in instabilen Ländern oder unregulierte Finanzprodukte. Wer in klassische, regulierte Assets wie Immobilien, Aktienindizes oder ETFs investiert und Angebote mit unklarer Struktur meidet, schützt sich vor den häufigsten Abzockfallen.

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