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Bitcoin Einstieg jetzt: Letzter Chance oder All Time High-Falle?
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Bitcoin Einstieg jetzt: Letzter Chance oder All Time High-Falle?

Bitcoin steht bei über 122.000 $ auf einem neuen All Time High. Gerald Hörhan analysiert, warum fallende Zinsen, Staatsschulden und Krypto-Deregulierung den Kurs weiter treiben können und ob jetzt noch Einstieg sinnvoll ist.

Gerald Hörhan
Geschrieben von
Gerald Hörhan
CEO InvestmentPunk Academy GmbH
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Auf einen blick Zusammengefasst

Bitcoin Einstieg bei über 122.000 $ ist kein klassisches Schnäppchen mehr, aber laut Gerald Hörhan noch kein Ende der Rallye. Die Kombination aus fallenden Zinsen, massiver Staatsschuldenmontarisierung durch Fed und EZB sowie einer kryptofreundlichen Trump-Administration treibt Bitcoin strukturell höher. Optionsmärkte und Futures zeigen noch keine Hypereuphorie, Kursziele von 130.000 bis 150.000 $ sind realistisch. Langfristig, auf 10 bis 15 Jahre, sieht Hörhan Bitcoin bei 1 Million Dollar, weil Währungen entwertet werden, nicht weil Bitcoin so toll ist.

Der Bitcoin Einstieg bei über 122.000 $ stellt viele Anleger vor eine echte Frage: Ist das noch eine Chance oder bereits eine Falle? Bitcoin hat im Juli 2025 ein neues All Time High erreicht, und gleichzeitig stehen die Märkte unter dem Einfluss von Zinspolitik, Staatsschulden und einer kryptofreundlichen Trump-Administration. Laut Gerald Hörhan gibt es strukturelle Gründe, warum dieser Anstieg kein reines Luftschloss ist. Aber blind kaufen ist auch keine Strategie.

Warum Bitcoin jetzt ein neues All Time High erreicht hat

Bitcoin notiert Stand Juli 2025 bei über 122.000 $. Das klingt nach Überhitzung, ist aber das Ergebnis mehrerer gleichzeitiger Faktoren. Erstens: Die Eskalation im Nahen Osten ist abgeflaut. Der Ölpreis, der kurzzeitig Richtung 100 $ drohte, liegt jetzt bei 60 bis 65 $. Das nimmt den Inflationsdruck und damit das Risiko weiterer Zinserhöhungen durch die Fed oder die EZB.

Zweitens hat die Trump-Administration klar signalisiert, dass sie Zinsen von 1 % anstrebt. Powell endet im Mai 2026 als Fed-Chef, und Trump wird einen Nachfolger einsetzen, der diese Linie mitträgt. Das Federal Open Market Committee, das die Zinsentscheidungen trifft, besteht aus sieben Gouverneuren und fünf Präsidenten der Reservebanken. Vollständige Kontrolle hat Trump nicht, aber der Trend Richtung niedrigerer Zinsen ist klar gesetzt.

Drittens: Die Krypto-Deregulierung unter Trump macht Bitcoin und andere große Kryptowährungen attraktiver für institutionelle Investoren. Das ist kein Zufall, sondern politisches Programm.

Monetarisierung der Staatsschulden: Der eigentliche Bitcoin-Treiber

Der Bitcoin Einstieg lässt sich langfristig nur verstehen, wenn man begreift, was mit Staatsschulden passiert. Die USA fahren massive Budgetdefizite. Trumps "Big Beautiful Bill" erhöht diese Defizite weiter. Gleichzeitig müssen auslaufende Staatsanleihen refinanziert werden. Der logische Käufer, wenn private Investoren bei fallenden Zinsen aussteigen, ist die Zentralbank.

Diesen Prozess nennt man Monetarisierung der Staatsschulden (= die Zentralbank kauft Staatsanleihen und druckt dafür Geld). Das ist nach der Finanzkrise 2008 passiert, nach Corona 2020 passiert, und es wird wieder passieren. 2008 galt 1 Billion Dollar als astronomische Summe. Heute ist das eine Lachnummer im Vergleich zu den laufenden Defiziten.

Was bedeutet das für Bitcoin? Ganz einfach: Es gibt nur 21 Millionen Bitcoin. Wenn die Geldmenge verdoppelt wird, aber die Menge an Bitcoin gleich bleibt, muss der Bitcoin-Preis in Dollar oder Euro steigen. Nicht weil Bitcoin besser wird, sondern weil das Fiatgeld schlechter wird. Das ist die Kernthese, laut Gerald Hörhan, hinter dem langfristigen Bitcoin-Anstieg.

Bitcoin steigt nicht, weil Bitcoin so toll ist. Bitcoin steigt, weil die Währungen wertlos werden.

Ist der Bitcoin Einstieg jetzt noch sinnvoll?

Die ehrliche Antwort: Es kommt auf deinen Zeithorizont an. Wer am 7. April 2025, als die Zollpanik die Märkte erschütterte, Bitcoin bei 70.000 bis 90.000 $ gekauft hat, sitzt heute ordentlich im Plus. Dieser Einstiegspunkt war klassisch konträr: alle Medien schrieben Untergang, alle Sentimentindikatoren zeigten Panik.

Heute ist das Sentiment positiv. Börsen und Kryptomärkte laufen, die Nachrichten sind gut. Das ist per Definition kein günstiger Einstiegspunkt mehr. Aber es ist auch noch kein Ausstiegspunkt, solange die Optionsmärkte und Futures keine Hypereuphorie zeigen. Stand Juli 2025 liegen die Futures-Zinsen für Bitcoin unter 10 %, und auf der Call-Seite der Optionsmärkte sieht man noch keine extreme Gier. Das deutet auf weiteres Potenzial hin.

Kursziele von 130.000 bis 150.000 $ für 2025 sind nach Einschätzung von Gerald Hörhan realistisch, wenn folgende Bedingungen gelten:

  • Kein neuer geopolitischer Schock (Naher Osten, Taiwan, Russland)
  • Trump bleibt beim Verhandlungsansatz bei Zöllen statt Eskalation
  • Fed senkt die Zinsen ein bis zwei Mal
  • Krypto-Deregulierung schreitet voran

Dollar-Effekt: Warum Bitcoin aus Euro-Sicht noch nicht am All Time High ist

Wer in Europa investiert, muss den Währungseffekt verstehen. Der US-Dollar ist von 1,02 auf 1,17 Euro gefallen, also rund 15 % Abwertung seit den Zoll-Ankündigungen Trumps. Bitcoin ist in Dollar ein All Time High, aber in Euro gerechnet noch nicht. Der Dollar-Rückgang frisst einen erheblichen Teil des Gewinns auf.

Das betrifft alle US-Dollar-denominierten Assets: Bitcoin, Gold, Nasdaq, Dow Jones. Die Heimatwährung von Bitcoin ist der Dollar, genauso wie die Heimatwährung von Mercedes-Aktien der Euro ist. Wer das ignoriert, rechnet sich seinen Gewinn schön.

Langfristig haben Euro und Dollar ähnliche Probleme: überschuldete Staaten, Notenbanken, die Geld drucken müssen. Der Dollar kann nach einem starken Rückgang auch wieder steigen. Ein steigender Markt plus ein steigender Dollar wäre für europäische Bitcoin-Investoren das beste Szenario.

Welche Kryptowährungen profitieren, welche nicht?

Bitcoin ist und bleibt der Leithammel. Als Inflationsschutz und digitales Gold hat Bitcoin eine klare Funktion, die kein anderes Asset in dieser Form erfüllt. Ethereum hat kurzzeitig die 3.000 $ überschritten, Solana notiert bei 170 $, XRP und Binance entwickeln sich ebenfalls positiv, wenn auch nicht so stark wie Bitcoin.

Dann gibt es Wachstumsbereiche innerhalb des Kryptomarktes, die strukturell interessant sind:

  • Stablecoins: Internationaler Zahlungsverkehr über Banken kostet 10 % und mehr (z.B. Nigeria nach Pakistan). Stablecoins machen das günstiger und schneller.
  • AI-Coins: Kryptowährungen mit KI-basierten Geschäftsmodellen.
  • DeFi: Die Kryptofinanzindustrie wächst stark.

Was nicht funktioniert und nie funktionieren wird: Memecoins und Luftnummern ohne Geschäftsmodell. Trumpcoin liegt unter 10 $, viele haben viel Geld verloren. Dogecoin ist seit Jahren nicht vom Fleck. Über 99 % aller Coins haben laut Gerald Hörhan einen inhärenten Wert von null, und dort konvergieren sie auch hin.

Wie weit geht Bitcoin langfristig?

In der Praxis bekommt Gerald Hörhan in jedem Instagram-Livechat und jeder Ask-the-Punks-Show dieselbe Frage: Wo siehst du Bitcoin? Die ehrliche Antwort: Niemand weiß das genau, nicht ChatGPT, nicht der beste Analyst, nicht einmal Trump. Wer das Gegenteil behauptet, lügt.

Was sich strukturell begründen lässt: Auf 10 bis 15 Jahre sieht Gerald Hörhan Bitcoin bei 1 Million Dollar. Nicht weil Bitcoin revolutionär ist, sondern weil Währungen durch Staatsschulden und Gelddrucken entwertet werden. Das betrifft nicht nur Bitcoin, das betrifft auch Gold, Immobilien und Aktien. Harte Vermögenswerte schützen, Cash verliert Kaufkraft.

Ansparpläne in Bitcoin können weitergeführt werden, wer das will. In der Praxis hat Gerald Hörhan seinen eigenen Sparplan in der 70.000 bis 100.000 $ Range aggressiver gefahren und jetzt etwas reduziert. Das ist keine Empfehlung zum Ausstieg, sondern Risikomanagement: Je höher der Preis, desto kleiner der Puffer nach unten.

Was kann den Bitcoin-Anstieg stoppen?

Es wäre naiv, nur die Upside zu sehen. Folgende Szenarien könnten den Markt kippen:

  • Neue Zollrunde von Trump, die diesmal wirklich beißt statt nur bellt
  • Eskalation im Nahen Osten mit Ölpreis über 100 $, was Inflationsdruck und Zinserhöhungen zurückbringt
  • Hypereuphorie an den Optionsmärkten als Warnsignal für eine Überhitzung
  • Regulatorischer Rückschlag in den USA oder Europa

In der Trumpwelt passiert alles schneller. Zölle kamen über Nacht, der Nahostkonflikt eskalierte und deeskalierte innerhalb von Wochen. Wer Bitcoin hält, muss mit Volatilität leben können. Über Optionen lässt sich Volatilität auch traden, wenn man weiß, was man tut.

Bitcoin Einstieg

: Häufige Fragen

Häufige Fragen

Ist ein Bitcoin Einstieg bei 122.000 $ noch sinnvoll?

Laut Gerald Hörhan ist der Einstieg bei 122.000 $ kein Schnäppchen mehr, aber strukturell noch begründbar. Optionsmärkte und Futures zeigen Stand Juli 2025 noch keine Hypereuphorie. Wer langfristig denkt, 10 bis 15 Jahre, kann weiter akkumulieren. Wer kurzfristig spekuliert, sollte das Risiko einer Korrektur einpreisen.

Warum steigt Bitcoin trotz All Time High weiter?

Der Haupttreiber ist die Monetarisierung der Staatsschulden: Fed und EZB kaufen Staatsanleihen und erhöhen die Geldmenge, während Bitcoin auf 21 Millionen Einheiten begrenzt bleibt. Mehr Dollar für dieselbe Menge Bitcoin bedeutet zwingend höhere Dollar-Preise. Hinzu kommen fallende Zinsen und die kryptofreundliche Politik der Trump-Administration.

Wie weit kann Bitcoin 2025 noch steigen?

Gerald Hörhan nennt 130.000 bis 150.000 $ als realistisches Kursziel für 2025, sofern das positive Marktsentiment anhält und kein neuer geopolitischer Schock eintritt. Die Futures-Zinsen für Bitcoin liegen unter 10 %, was auf fehlende Überhitzung hindeutet. Garantien gibt es keine.

Was passiert mit Altcoins und Memecoins?

Die meisten Altcoins ohne echtes Geschäftsmodell konvergieren laut Hörhan gegen null. Trumpcoin ist unter 10 $, Dogecoin stagniert. Profitieren können Ethereum, Solana, Binance und Kryptowährungen mit realem Anwendungsfall wie Stablecoins für internationalen Zahlungsverkehr oder KI-basierte Projekte.

Warum sieht Bitcoin aus Euro-Sicht noch nicht nach All Time High aus?

Der US-Dollar ist seit den Zoll-Ankündigungen von Trumps Administration von 1,02 auf 1,17 Euro gefallen, also rund 15 %. Da Bitcoin in Dollar bewertet wird, relativiert der Währungseffekt den Anstieg für europäische Anleger erheblich. In Euro gerechnet nähert sich Bitcoin dem All Time High, hat es Stand Juli 2025 aber noch nicht überschritten.

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