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Geldentwertung 2025: Warum fallende Zinsen dein Geld vernichten
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Geldentwertung 2025: Warum fallende Zinsen dein Geld vernichten

Fallende Zinsen klingen nach guten Nachrichten, sind es aber nicht für dein Erspartes. Gerald Hörhan erklärt, warum Staatsverschuldung, Notenpresse und Deglobalisierung zusammen eine gefährliche Geldentwertung auslösen und welche Assets dich wirklich schützen.

Gerald Hörhan
Geschrieben von
Gerald Hörhan
CEO InvestmentPunk Academy GmbH
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Auf einen blick Zusammengefasst

Geldentwertung beschleunigt sich, wenn Zentralbanken die Zinsen senken und gleichzeitig Staaten massiv neue Schulden aufnehmen. Trump will 1 % Leitzins, Deutschland hat 500 Milliarden Euro Sonderschulden aufgenommen, und die EZB hat kaum eine Wahl als nachzuziehen. Wer sein Geld auf dem Sparbuch, in Staatsanleihen oder Lebensversicherungen parkt, verliert real Kaufkraft. Laut Gerald Hörhan liegt die faktische Inflationsrate für viele Menschen bereits bei 7 bis 10 %, nicht bei den offiziell gemeldeten Werten. Schutz bieten nur harte Assets: Immobilien, Gold, Bitcoin und Aktien.

Geldentwertung ist kein abstraktes Konzept aus dem Geschichtsbuch, sondern das, was gerade systematisch mit deinem Geld passiert. Wenn Trump 1 % Leitzins fordert, Deutschland 500 Milliarden Euro neue Schulden aufnimmt und die EZB die Zinsen senkt, dann ist das kein Zufall, sondern ein Mechanismus, den ich aus 25 Jahren Investmentbanking in- und auswendig kenne. Das Ergebnis: Wer nicht investiert, verarmt.

Warum Zinsen mit großer Wahrscheinlichkeit weiter fallen werden

Donald Trump hat es mehrfach klar gesagt: "Interest rates must go down." Er will einen Leitzins von 1 %, und er hat bereits versucht, Fed-Chef Powell zu entfernen. Das hat einen simplen Grund. Der amerikanische Staat zahlt derzeit rund 5 % Zinsen auf seine Schulden. Bei einem Schuldenstand von über 35 Billionen Dollar macht das jährlich mehr als 1,5 Billionen Dollar allein an Zinszahlungen. Senkt man den Zins auf 1 %, halbieren sich diese Kosten drastisch.

In Europa sieht es nicht besser aus. Deutschland hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das in Wirklichkeit Sonderschulden sind, den Weg in die Neuverschuldung eingeschlagen. Frankreich, Italien, Österreich, Spanien: alle laufen EU-Defizitverfahren oder sind kurz davor. Die Schuldenquoten nähern sich oder überschreiten 100 % des Bruttoinlandsprodukts. Die EZB hat schlicht keine Wahl, als die Zinsen zu senken, wenn der Euro sonst so stark wird, dass europäische Exporte nicht mehr wettbewerbsfähig sind.

Laut Gerald Hörhan ist das Muster eindeutig: Zentralbanken senken zuerst die kurzfristigen Zinsen, also die Overnight Rate, und kaufen dann langfristige Staatsanleihen, wenn der Markt nicht mehr genug Abnehmer findet. Genau das ist Finanzierung durch die Notenpresse, und es führt unweigerlich zur Geldentwertung.

Wie die Notenpresse funktioniert und was das mit Goldmünzen zu tun hat

Das Prinzip der Geldentwertung durch Geldmengenausweitung ist nicht neu. Könige und Kaiser im Mittelalter haben Gold mit Blei gemischt, um doppelt so viele Münzen prägen zu können. Damit haben sie ihre Kriegsschulden bezahlt. Mehr Münzen, aber nicht mehr Kühe, Pferde und Gebäude. Das Ergebnis: Die Preise stiegen.

Heute läuft derselbe Mechanismus digital. Die Notenbank kauft Staatsanleihen, die Staaten geben das frische Geld aus, aber die Menge an tatsächlich produzierten Gütern und Dienstleistungen steigt nicht im gleichen Verhältnis. Nach der Finanzkrise 2008 hat das erstaunlich gut funktioniert, weil die Wirtschaft in einer Überflussphase war. Mehr Geld bedeutete mehr Produktion, mehr Fabriken, mehr Hotels, mehr Flugzeuge. Die Inflation blieb bei rund 2 %.

In der Corona-Krise ab 2020 war das anders. Plötzlich gab es einen Supply-Schock: Fabriken waren geschlossen, Lieferketten unterbrochen. Mehr Geld auf ein mangelndes Angebot zu schicken, treibt die Preise hoch. Das Ergebnis: Inflation bis zu 10 % in westlichen Ländern.

Geldentwertung in der Teilkriegswirtschaft: Warum heute alles anders ist

Heute befinden wir uns nicht mehr in der freien Überflusswirtschaft von 2010 bis 2020. Laut Gerald Hörhan leben wir in einer Teilkriegswirtschaft mit Deglobalisierung. Das hat drei konkrete Folgen für die Geldentwertung:

  • Handelshemmnisse und Zölle: Trump hat Zölle eingeführt, die so hoch sind wie zuletzt in den 1930er Jahren nach der Weltwirtschaftskrise. Der Handel zwischen China und Amerika ist massiv zurückgegangen, der Handel mit Russland eingestellt.
  • Ressourcen für Waffen statt Produktion: Weltweit fließen enorme Mittel in Rüstung. Die Rheinmetall-Aktie hat sich verfünfzehnfacht, was symbolisch zeigt, wohin das Geld fließt. Raketen und Kampfflugzeuge sind unproduktiv: Im besten Fall verrotten sie, im schlimmsten Fall zerstören sie Städte.
  • Staatlicher Interventionismus: Mehr Staatskapitalismus, mehr Regulierung, weniger freie Marktwirtschaft bedeutet weniger Effizienz und weniger Produktionswachstum.

Das Ergebnis: Wenn die Notenbank jetzt Geld druckt, kann die Wirtschaft nicht einfach mehr produzieren, weil die Kapazitäten fehlen. Russland zeigt, wohin das führt: enorme Inflation, weil Arbeitskräfte in der Kriegswirtschaft aufgesogen werden und die Konsumgüterproduktion einbricht.

Wie hoch wird die Geldentwertung wirklich sein?

Die offizielle Inflationsrate wird laut Gerald Hörhan durch die Zusammensetzung des Warenkorbs politisch beeinflusst. Wenn Wohnen teurer wird, kann man den Anteil im Warenkorb senken und so die gemessene Inflation künstlich niedrig halten. In der Praxis schätzt er: Die offizielle Rate wird bei 3 bis 5 % liegen, die faktische Inflationsrate, die du als Mensch in der Stadt tatsächlich erlebst, bei 7 bis 10 %.

Zwei Faktoren wirken dagegen deflationär: Erstens Produktivitätssteigerungen durch künstliche Intelligenz. KI wird Bankberater, Rechtssachbearbeiter und andere Bürojobs ersetzen und so Kosten senken. Zweitens der niedrige Ölpreis durch "Drill, Baby, Drill": Öl bei 55 Dollar pro Barrel wirkt deflationär auf Energie und Transport.

Aber: Ein Dachdecker, ein Installateur, ein Arzt, ein Pfleger lassen sich nicht durch KI ersetzen. Genau dort, wo Mangelwirtschaft herrscht, also bei städtischem Wohnen, Handwerk, Gesundheitsdienstleistungen, privater Ausbildung und Pflege, wird die Inflation besonders stark sein.

„Wer nichts tut mit seinem Geld, wird verarmen. Das Sparbuch, die Staatsanleihe, die Lebensversicherung: Das ist Geldentwertung auf Raten." – Gerald Hörhan

Warum der negative Realzins das eigentliche Problem ist

Der negative Realzins (= Zins minus Inflation) ist die stille Enteignung. Wenn du heute eine Staatsanleihe kaufst und 2 % Zinsen bekommst, aber die tatsächliche Inflation bei 4 % liegt, verlierst du real 2 % Kaufkraft pro Jahr. Nach zehn Jahren hast du mit deinem zurückgezahlten Kapital deutlich weniger kaufen können als beim Kauf.

Pensionskassen, Lebensversicherungen und Sparbücher stecken genau in dieser Falle. Sie sind gesetzlich oder strukturell gezwungen, einen Großteil in Staatsanleihen zu investieren. Die Staaten können so ihre Schulden real entwerten, während die Sparer die Zeche zahlen. Das ist in der Praxis nicht anders als die Goldmünzen mit Blei zu strecken.

Was steigt, wenn die Zinsen fallen und die Geldmenge wächst?

Fallende Zinsen plus steigende Geldmenge führen zu steigenden Asset-Preisen. Das ist Mathematik, keine Spekulation. Wenn Staatsanleihen weniger bringen und gleichzeitig mehr Geld im System ist, sucht dieses Geld Rendite in anderen Anlageklassen. In der Praxis bedeutet das:

  • Gold: Derzeit bei rund 90.000 Euro pro Kilogramm. Laut Gerald Hörhan sind 150.000 bis 200.000 Euro mittelfristig wahrscheinlich, 500.000 Euro langfristig nicht ausgeschlossen.
  • Bitcoin: 200.000 Dollar für Bitcoin sind in diesem Szenario nicht unwahrscheinlich, wenn die Notenbanken massiv intervenieren.
  • Immobilien: Wenn nichts gebaut wird und gleichzeitig die Nachfrage durch Bevölkerungswachstum und Urbanisierung steigt, steigen Mieten und Preise. Immobilien schützen zusätzlich durch den Leverage-Effekt: Du entschuldest dich real, weil der Kredit in entwertetem Geld zurückgezahlt wird.
  • Aktien: Unternehmen mit realen Assets und Preissetzungsmacht profitieren von Inflation.

Wichtig: Papierreicher zu werden ist nicht dasselbe wie reicher zu werden. Wenn dein Gold-Portfolio um 20 % steigt, aber die faktische Inflation bei 10 % liegt und du 25 % Steuern auf den Gewinn zahlst, musst du rechnen. Du brauchst einen Nettoertrag nach Steuern, der über deiner faktischen Inflationsrate von 7 bis 10 % liegt. Das erfordert echtes Investment-Know-how.

Wie schützt du dich vor Geldentwertung?

Der erste Schritt ist, aufzuhören, Geld auf dem Sparbuch zu parken oder in Lebensversicherungen zu stecken. Das ist keine Sicherheit, das ist Geldentwertung auf Raten. Der zweite Schritt ist, harte Assets aufzubauen: Immobilien mit positivem Cashflow, Gold als Absicherung, Bitcoin als spekulativen Inflationsschutz und Aktien von Unternehmen mit realer Substanz.

Der Leverage-Effekt bei Immobilien ist dabei besonders wertvoll: Du nimmst einen Kredit auf, kaufst eine Immobilie, und die Inflation entwertet deinen Kredit real, während der Immobilienwert und die Miete steigen. Genau das machen Staaten mit ihren Schulden, und du kannst denselben Mechanismus nutzen.

Stand 2025 ist die Botschaft klar: Wer als Profiinvestor denkt und handelt, wird in diesem Umfeld tendenziell reicher. Wer passiv bleibt, verliert real Kaufkraft. Die Verschiebung des Wohlstands von der Masse zu den Investierten ist kein Zufall, sondern das mathematisch unvermeidliche Ergebnis dieser Politik.

Geldentwertung

: Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was bedeutet Geldentwertung konkret für mein Sparbuch?

Wenn die Inflationsrate bei 4 % liegt und dein Sparbuch 1 % Zinsen bringt, verlierst du real 3 % Kaufkraft pro Jahr. Nach zehn Jahren kannst du mit deinem angesparten Geld deutlich weniger kaufen als heute. Das ist keine Theorie, sondern Mathematik. Laut Gerald Hörhan liegt die faktische Inflationsrate für Stadtbewohner bereits bei 7 bis 10 %, nicht bei den offiziell gemeldeten Werten.

Warum will Trump niedrigere Zinsen, obwohl das Inflation verursacht?

Der amerikanische Staat zahlt bei einem Leitzins von 5 % jährlich über 1,5 Billionen Dollar allein an Zinsen auf seine Schulden. Bei 1 % Zins sinken diese Kosten drastisch. Trump priorisiert die Finanzierbarkeit der Staatsschulden und steigende Börsenkurse über Preisstabilität. Das ist politisch motiviert, nicht wirtschaftlich klug.

Schützen Staatsanleihen vor Geldentwertung?

Nein, Staatsanleihen sind das Gegenteil von Inflationsschutz. Wenn du 2 % Zinsen auf eine Anleihe bekommst, aber die Inflation bei 5 % liegt, verlierst du real 3 % pro Jahr. Pensionskassen und Lebensversicherungen stecken strukturell in dieser Falle, weil sie gesetzlich gezwungen sind, einen Großteil in Staatsanleihen zu investieren.

Wie viel muss ich mit meinen Investments verdienen, um die Geldentwertung zu schlagen?

Bei einer faktischen Inflationsrate von 8 % und einem Steuersatz von 25 % auf Kapitalerträge musst du brutto mindestens 10 bis 11 % Rendite pro Jahr erzielen, damit du real nicht ärmer wirst. Das ist deutlich mehr als ein Tagesgeldkonto oder eine Staatsanleihe je bringen wird. Es braucht echte Assets: Immobilien, Aktien, Gold oder Bitcoin.

Was ist der Unterschied zwischen offizieller und faktischer Inflationsrate?

Die offizielle Inflationsrate basiert auf einem Warenkorb, der politisch zusammengestellt wird. Wenn Wohnen oder Energie teurer werden, kann man deren Gewichtung im Korb senken, um die gemessene Inflation zu drücken. Die faktische Inflation, die du als Stadtbewohner erlebst, liegt laut Gerald Hörhan bei 7 bis 10 %, weil Mieten, Handwerker, Gesundheit und Bildung stark steigen und sich durch KI kaum ersetzen lassen.

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