Inflationsschutz wird unter Trump zur Pflichtaufgabe: Steuersenkungen, Zölle, Abschiebungen und eine geschwächte Fed treiben die US-Inflation laut Gerald Hörhan auf 5 bis 10 Prozent. Europa zieht mit Zinssenkungen nach, weil hohe Staatsschulden und schwaches Wachstum keine andere Wahl lassen. Wer sein Geld auf dem Sparkonto lässt, verliert real massiv Kaufkraft. Harte Assets wie Immobilien mit 80-90 % Fremdfinanzierung, Bitcoin und Gold sind die wirksamsten Schutzmaßnahmen.
Inflationsschutz: Warum Trumps Politik deine Kaufkraft bedroht
Inflationsschutz ist 2025 keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. Donald Trumps Wirtschaftspolitik kombiniert Steuersenkungen, Deregulierung, Zölle, Massenabschiebungen und politischen Druck auf die Federal Reserve zu einem Cocktail, der in den kommenden Jahren Inflationsraten von 5 bis 10 Prozent produzieren kann. Wer das ignoriert und sein Geld auf dem Sparkonto lässt, verliert in 10 Jahren die Hälfte seiner Kaufkraft. Laut Gerald Hörhan ist das keine Panikmache, sondern schlichte Mathematik. Der Euro und der Dollar werden nicht zusammenbrechen, aber deine Kaufkraft wird beschleunigt sinken.
Vier Treiber, die die Inflation unter Trump befeuern
Trumps Wirtschaftsprogramm besteht aus mehreren Elementen, die einzeln schon inflationär wirken und zusammen einen erheblichen Preisdruck erzeugen. Die wichtigsten vier Treiber sind:
- Steuersenkungen und Deregulierung: Eine bereits nahezu vollbeschäftigte Wirtschaft wird zusätzlich stimuliert. Die Produktionskapazitäten sind am Anschlag, weitere Nachfrage treibt Preise hoch.
- Massiv steigende Staatsschulden: Schon in Trumps erster Amtszeit explodierten die US-Staatsschulden. Das DOGE-Programm von Elon Musk macht bislang nur kosmetische Einschnitte, die großen Ausgabenblöcke wie Medicare, Medicaid, Verteidigung und Zinszahlungen bleiben unangetastet.
- Zölle als Inflationsmaschine: Zölle sind eine klassische Lose-lose-Situation. Sie machen die Wirtschaft ineffizienter, zwingen zur teuren Neustrukturierung von Lieferketten und treiben Konsumgüterpreise direkt nach oben. Protektionismus ist historisch immer ein Preistreiber.
- Abschiebungen und Arbeitskräftemangel: Amerika hat bereits Vollbeschäftigung. Wenn Trump Millionen Arbeitskräfte abschiebt, die die Wirtschaft dringend braucht, entsteht eine klassische Lohn-Preis-Spirale: Weniger Arbeitskräfte, höhere Löhne, höhere Produktionskosten, höhere Preise.
Das Ergebnis dieser vier Faktoren zusammen ist das, was Hörhan "Print Baby Print" nennt: eine Ära, in der Geld gedruckt wird, Zinsen niedrig bleiben und die Wirtschaft trotzdem oder gerade deswegen inflationär überhitzt. Wer jetzt nicht handelt, zahlt später den Preis.
„Zölle und Abschiebungen bei gleichzeitiger Vollbeschäftigung und Wirtschaftswachstum ergeben eine Lohn-Preis-Spirale nach Schulbuch." (Gerald Hörhan)
Die Fed verliert ihr Korrektiv: Was nach Powell kommt
Das eigentlich Gefährliche ist nicht Trump selbst, sondern was mit der Federal Reserve passiert. Fed-Chef Jerome Powell geht 2026 in Pension. In der Vergangenheit hat Powell die Zinsen konsequent erhöht, von nahe null auf über 5 Prozent, und damit die Inflation nach der Corona-Krise wieder unter Kontrolle gebracht. Immobilienpreise korrigierten, Kryptobörsen gaben nach, aber die Inflation sank spürbar.
Trump hat in Davos klar gesagt: "Interest rates too high, need to get down, first in America and worldwide." Ein US-Senator forderte sogar, die Unabhängigkeit der Fed abzuschaffen und sie dem Finanzministerium zu unterstellen. Elon Musk kommentierte das mit einem 100-Prozent-Emoji. Verfassungsrechtlich ist das komplex und bleibt unwahrscheinlich, aber politischer Druck auf den nächsten Fed-Chef ist garantiert.
Wer nach Powell eingesetzt wird, wird Trump loyal sein und Niedrigzinsen durchsetzen. Das bedeutet: Das wichtigste Instrument gegen Inflation fällt weg. Inflationsraten von 6, 7 oder sogar 10 Prozent werden dann nicht mehr korrigiert, sondern politisch toleriert. Aus 25 Jahren Investmenterfahrung weiß Gerald Hörhan: Sobald die Zentralbank politisch kontrolliert wird, verliert die Geldpolitik ihre stabilisierende Wirkung.
Warum Europa zwangsläufig mitzieht
Europa hat eine schwächelnde Wirtschaft. Speziell Deutschland, Österreich und Frankreich tendieren zur Rezession. Frankreich ist am Rand der Unregierbarkeit, Griechenland und Italien sind hochverschuldet, und jetzt kommen noch massive Verteidigungsausgaben dazu. Die EZB wird die Zinsen senken müssen, aus zwei Gründen:
Erstens, um die Staatsschulden beherrschbar zu halten. Bei hohen Zinsen können hochverschuldete EU-Staaten ihre Zinslast nicht mehr stemmen. Zweitens, um eine zu starke Aufwertung des Euros zu verhindern. Wenn Amerika die Zinsen senkt und Europa nicht, steigt der Euro, EU-Exporte werden teurer und die ohnehin schwache Wirtschaft leidet noch mehr.
Das Ergebnis: Niedrige Zinsen in Europa bei gleichzeitig steigender Inflation durch Zölle und Arbeitskräftemangel. Wer sein Geld auf dem Sparkonto lässt, erzielt Stand 2025 eine massiv negative Realverzinsung. Zusätzlich droht, dass die EZB selbst wieder Staatsanleihen kauft, also Geld aus der Notenpresse pumpt, um überschuldete EU-Staaten zu retten. Das hatten wir in der Corona-Zeit bereits und es hat die Inflation befeuert.
Wo trifft die Geldentwertung am härtesten?
Nicht alle Preise steigen gleich stark. Technologischer Fortschritt durch künstliche Intelligenz und Trumps "Drill Baby Drill"-Politik mit einem sinkenden Ölpreis wirken deflationär. Günstigere Energie bedeutet niedrigere Produktionskosten in vielen Bereichen. Aber überall dort, wo struktureller Mangel herrscht und weder KI noch billiges Öl helfen, wird die Geldentwertung am stärksten spürbar:
- Immobilien: Wohnraummangel in Wien, Frankfurt und München ist strukturell. Mehr Geld im System bei knappem Angebot bedeutet höhere Preise, unabhängig von Zinsen.
- Medizin und Pflege: Akuter Fachkräftemangel, keine KI-Lösung in Sicht, Preise steigen stark und dauerhaft.
- Handwerk: Weniger Nachwuchs, kaum Automatisierungsmöglichkeiten, Preise explodieren bereits heute.
- Nahrungsmittel: Mehr Wetterextreme, weniger Produktion, steigende Preise bei gleichzeitig wachsender Weltbevölkerung.
- IT und künstliche Intelligenz: Hohe Nachfrage, begrenztes Angebot an qualifizierten Fachkräften, Gehälter und Dienstleistungspreise steigen.
In der Praxis kann das bedeuten: Wer viel in Gastronomie, Medizin und zentrale Stadtlagen ausgibt, erlebt 10 bis 15 Prozent Inflation in seinem persönlichen Warenkorb. In 10 Jahren bleibt dann möglicherweise nur noch ein Viertel der heutigen Kaufkraft übrig.
Wie funktioniert echter Inflationsschutz konkret?
Inflationsschutz bedeutet nicht Auswandern oder Weltuntergang-Szenarien. Es bedeutet, ein Portfolio aufzubauen, das von Inflation zumindest nicht bestraft wird, im besten Fall sogar profitiert. Laut Gerald Hörhan sind das konkret folgende Asset-Klassen:
- Immobilien mit Fremdfinanzierung: Wer eine Immobilie mit 80 bis 90 Prozent Kredit kauft, entschuldet sich real genauso wie der amerikanische Staat: Die Schulden werden durch Inflation entwertet, der Sachwert steigt. Wichtig sind gute Lagen mit echter Miet- und Wertsteigerungsperspektive, keine 110-Prozent-Finanzierungen in schlechten Lagen.
- Bitcoin: Begrenztes Angebot von 21 Millionen Coins, kein Staat kann mehr drucken. Als Teil eines diversifizierten Portfolios ein plausibler Inflationsschutz. In 10 bis 15 Jahren könnte ein Bitcoin eine Million Euro oder Dollar wert sein, wenn die Geldentwertung anhält.
- Gold: Der klassische Inflationsschutz, schon jetzt teuer, wird aber vermutlich noch teurer werden. Gold ist keine Wachstumsinvestition, aber eine bewährte Wertsicherung.
- Aktien: Mittelfristig ein guter Inflationsschutz, weil Unternehmen Preiserhöhungen weitergeben können. Kurzfristig können Bewertungen durch den Kampf zwischen Trump und Powell unter Druck geraten.
Welche Branchen schützen auch dein Einkommen vor Geldentwertung?
Vermögensschutz allein reicht nicht. Wer in einer Branche arbeitet, in der Gehälter nicht mit der Inflation Schritt halten, verliert trotz gutem Portfolio real an Kaufkraft. In der Praxis sind das die Branchen, in denen Arbeitskräftemangel herrscht: IT, künstliche Intelligenz, Medizin, Steuerberatung und Handwerk. Dort steigen Gehälter strukturell schneller als die allgemeine Inflationsrate, weil der Mangel nicht schnell behoben werden kann.
Die neue Formel lautet: Print Baby Print statt Drill Baby Drill. Wer das versteht, sein Portfolio entsprechend aufstellt und in einer Mangelbranche arbeitet oder sein Einkommen aus inflationsresistenten Assets bezieht, wird in den nächsten Jahren nicht nur Kaufkraft erhalten, sondern sie steigern. Wer wartet und hofft, dass die Politik das Problem löst, wird real ärmer. Das Sparkonto ist keine Sicherheit mehr, es ist eine schleichende Enteignung.
Inflationsschutz
: Häufige Fragen
Häufige Fragen
Wie hoch wird die Inflation unter Trump wirklich?
Laut Gerald Hörhan sind in den USA Inflationsraten von 5 bis 10 Prozent realistisch, wenn Zölle, Abschiebungen, Niedrigzinsen und staatliches Gelddrucken zusammenkommen. In bestimmten Warenkörben, etwa bei Immobilien, Medizin oder Handwerk, können es sogar 10 bis 15 Prozent sein.
Warum ist das Sparkonto jetzt besonders gefährlich?
Wenn die Inflation bei 6 oder 7 Prozent liegt und die Zinsen gleichzeitig gedrückt werden, entsteht eine stark negative Realverzinsung. Du verlierst jedes Jahr real Kaufkraft, obwohl der nominale Betrag auf dem Konto gleich bleibt. In 10 Jahren kann das die Hälfte deines Vermögens kosten.
Warum senkt Europa die Zinsen, obwohl das die Inflation verstärkt?
Europa hat kaum eine Wahl: Frankreich, Italien, Griechenland und Österreich sind hoch verschuldet, das Wirtschaftswachstum ist schwach, und steigende Verteidigungsausgaben erhöhen den Druck. Wenn Amerika die Zinsen senkt und Europa nicht mitzieht, wertet der Euro auf, was EU-Exporte weiter schwächt.
Ist Bitcoin wirklich ein Inflationsschutz?
Bitcoin kann ein Inflationsschutz sein, weil das Angebot auf 21 Millionen Coins begrenzt ist, während Regierungen unbegrenzt Geld drucken können. Allerdings ist Bitcoin volatil. Als Teil eines diversifizierten Portfolios neben Immobilien und Gold macht Bitcoin als Inflations-Hedge Sinn, als einzige Absicherung nicht.
Welche Branchen schützen mein Einkommen vor Inflation?
Laut Gerald Hörhan halten Gehälter in Branchen mit Arbeitskräftemangel mit der Inflation Schritt oder übertreffen sie sogar: IT, künstliche Intelligenz, Medizin, Steuerberatung und Handwerk. Dort steigen Löhne strukturell, weil KI und niedriger Ölpreis den Mangel nicht schnell genug beheben können.

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