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Millionäre in Italien: Warum Europa's Hotspot 2026 lockt
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Millionäre in Italien: Warum Europa's Hotspot 2026 lockt

Nicht Dubai, sondern Italien zieht derzeit die meisten Millionäre an. Laut Gerald Hörhan liegt der Grund in einer cleveren Pauschalsteuer-Regelung, die weltweite Einkommen weitgehend steuerfrei stellt. Was das für Österreich und Deutschland bedeutet.

Gerald Hörhan
Geschrieben von
Gerald Hörhan
CEO InvestmentPunk Academy GmbH
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Auf einen blick Zusammengefasst

Millionäre in Italien zahlen seit der Einführung der Flat-Tax-Regelung pauschal 200.000 Euro pro Jahr und müssen ihr weltweites Einkommen aus Krypto, Dividenden oder Aktiengewinnen nicht zusätzlich versteuern. Das macht Italien Stand 2026 zum meistgewählten Zielland für wohlhabende Zuwanderer in Europa. UK hat durch die Abschaffung seines Non-Dom-Steuerprivilegs und Einkommenssteuern von bis zu 50 Prozent massiv Reiche verloren. China und Indien führen die Abwanderungsliste weltweit an.

Millionäre in Italien zahlen pauschal 200.000 Euro Steuer pro Jahr, dafür bleibt ihr weltweites Einkommen steuerfrei. Genau deshalb sind Millionäre in Italien Stand 2026 keine Seltenheit mehr, sondern ein klarer Trend: Das Land zieht weltweit die meisten wohlhabenden Zuwanderer an. Wer das überraschend findet, hat die Steuerlogik reicher Menschen noch nicht verstanden.

Warum ziehen Millionäre in Italien ein statt nach Dubai?

Die Antwort auf diese Frage ist einfacher als die meisten denken: Steuern, Lebensqualität und Erreichbarkeit. Dubai hat null Einkommensteuer, stimmt. Aber Dubai ist keine europäische Stadt. Wer Kinder in europäischen Schulen hat, Geschäftspartner in Frankfurt oder Wien trifft und nicht täglich 6 Stunden fliegen will, dem ist Dubai als Wohnsitz oft unpraktisch.

Italien hat dagegen eine Steuergesetzgebung eingeführt, die laut Gerald Hörhan für vermögende Menschen extrem attraktiv ist: Du zahlst eine Pauschalsteuer von 200.000 Euro pro Jahr, dein Lebenspartner sogar noch weniger. Im Gegenzug wird dein weltweites Einkommen, also Kryptogewinne, Dividenden aus ausländischen Firmen, Aktienhandel, nicht zusätzlich in Italien versteuert. Nur was du direkt nach Italien einführst, ist steuerpflichtig.

Das bedeutet: Wer 5 Millionen Euro Kapitalgewinne im Jahr macht, zahlt in Italien trotzdem nur 200.000 Euro Pauschalsteuer. In Deutschland oder Österreich wären es bei vergleichbaren Einkünften leicht 1,5 bis 2 Millionen Euro Steuern. Der Unterschied ist nicht marginal, er ist entscheidend.

„Eine niedrige Steuer von viel ist trotzdem viel. Von nix sind auch viele Prozent Steuer nichts." (Gerald Hörhan)

Was die Pauschalsteuer für Millionäre in Italien konkret bedeutet

Die Pauschalsteuer (Flat Tax) für Neuzuzügler ist kein Gerücht und kein Steuertrick im grauen Bereich. Italien hat diese Regelung offiziell eingeführt, um vermögende Ausländer ins Land zu holen. Die Logik dahinter ist pragmatisch: Besser 200.000 Euro Pauschalsteuer einnehmen als gar nichts, weil die Person in Dubai lebt.

Zusätzlich zur Pauschalsteuer zahlen diese Neuzuzügler natürlich auch andere Steuern in Italien: Grunderwerbsteuer beim Immobilienkauf, Umsatzsteuer beim Konsum, lokale Steuern. In der Praxis bringt ein einziger vermögender Zuzügler dem italienischen Staat also weit mehr als nur die 200.000 Euro Pauschale.

  • 200.000 Euro Pauschalsteuer pro Jahr auf weltweites Auslandseinkommen
  • Lebenspartner zahlt einen reduzierten Pauschalbetrag
  • Ausländische Krypto-, Aktien- und Dividendengewinne werden nicht zusätzlich besteuert
  • Nur in Italien generiertes Einkommen unterliegt der normalen Besteuerung
  • Mailand ist der bevorzugte Standort: gute Flughafenanbindung, Kultur, internationale Infrastruktur

Mailand erlebt dadurch gerade eine Boomphase. Auch Norditalien generell und in eingeschränktem Maße Städte wie Rom profitieren. Wer die Immobilienpreise in Mailand in den letzten drei Jahren beobachtet hat, sieht die Auswirkungen direkt.

UK als warnendes Beispiel: Wie man Reiche vertreibt

UK hat das Gegenteil von dem gemacht, was Italien tut. Jahrzehntelang gab es in Großbritannien das sogenannte Non-Dom-Steuerprivileg: Wer in England lebte, aber nicht dort domiziliert war, musste nur das in England verdiente Einkommen versteuern, nicht sein weltweites. Das war für reiche Ausländer, Hedgefonds-Manager und Finanzbranche-Leute extrem attraktiv.

Dann hat die britische Regierung dieses Privileg abgeschafft, mit dem Argument der Steuergerechtigkeit. Das Ergebnis: Massenflucht der Wohlhabenden. UK gehört heute zu den Ländern, die weltweit am meisten Vermögende verlieren, zusammen mit China und Indien.

Die Gründe für den UK-Exodus sind laut Gerald Hörhan mehrschichtig:

  • Abschaffung des Non-Dom-Steuerprivilegs
  • Einkommensteuer von bis zu 50 Prozent
  • Gestiegene Kriminalität in Großstädten
  • Extrem hohe Lebenshaltungskosten (Cost of Living)
  • Marode Infrastruktur

Das Paradoxe: Die Regierung wollte Steuergerechtigkeit schaffen und hat am Ende weniger Steuereinnahmen. Wer gegangen ist, zahlt jetzt in Dubai, der Schweiz oder eben in Italien seine Steuern. Das nennt sich Laffer-Kurve in der Praxis.

Welche Länder verlieren am meisten Wohlhabende?

China führt die weltweite Abwanderungsliste an. Das ist kein Zufall: politische Unsicherheit, staatliche Eingriffe in Privatvermögen und ein wirtschaftliches Umfeld, das Unternehmern zunehmend feindlich gesonnen ist, treiben wohlhabende Chinesen ins Ausland. Viele gehen nach Singapur, Dubai oder in die USA.

Indien verliert ebenfalls erheblich viele Vermögende. Auch hier spielen Steuern, politische Rahmenbedingungen und die Möglichkeit, in einem anderen Land besser zu leben, eine Rolle.

UK steht auf Platz drei der Länder mit dem stärksten Exodus reicher Bürger. Frankreich ist ebenfalls gefährdet: Unter der Regierung Hollande sind bereits Wohlhabende in die Schweiz abgewandert. Norwegen hat die Vermögenssteuer verschärft und hatte danach weniger Steuereinnahmen statt mehr, weil Vermögende das Land verließen.

In den USA spielt sich dasselbe auf Bundesstaatenebene ab. New York, Illinois und Kalifornien verlieren reiche Einwohner an Florida, Texas und Georgia, wo es keine oder deutlich niedrigere State Income Tax gibt. Elon Musk und die Google-Gründer sind von Kalifornien nach Florida gezogen. Das ist kein Zufall, das ist Steueroptimierung.

Was bedeutet das für Österreich und Deutschland?

Aus 25 Jahren Beobachtung von Steuermigration sieht Gerald Hörhan das Muster klar: Reiche Menschen sind mobil. Ihr Kapital ist es noch mehr. Wenn Österreich oder Deutschland auf die Idee kämen, Vermögensteuern einzuführen oder die Steuerlast weiter zu erhöhen, wäre das ein direkter Trigger für Abwanderung.

Das Argument, das Politiker dabei oft ignorieren: Wohlhabende Steuerzahler zahlen in absoluten Zahlen enorme Summen, auch wenn ihr Prozentsatz manchmal niedriger wirkt als der eines Durchschnittsverdieners. Eine Firma, die 100 Millionen Euro Gewinn macht und 20 Prozent Körperschaftsteuer zahlt, bringt dem Staat 20 Millionen Euro. Dazu kommen Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer, Lohnsteuer für Mitarbeiter und Benzinsteuern für die Firmenwagen. Das alles verschwindet, wenn die Firma oder ihr Eigentümer das Land verlässt.

Ein Staat sollte seine besten Steuerzahler behandeln wie ein Frequent-Flyer-Programm: Wer viel zahlt und viel investiert, bekommt Vorteile, keine Bestrafung. Wer das umdreht, verliert genau die Leute zuerst, die am leichtesten gehen können. Und von Österreich oder Deutschland nach Norditalien ist es oft nur ein Flug von einer Stunde.

Ist Europa als Investitionsstandort wirklich am Ende?

Nein. Das wäre die falsche Schlussfolgerung. Europa ist nicht tot, aber Europa ist nicht homogen. Es gibt Länder in Europa, die aktiv um Kapital und Talente konkurrieren, und Länder, die das nicht tun. Italien hat mit der Pauschalsteuer gezeigt, dass auch ein traditionell bürokratisches Land pragmatische Steuerreformen umsetzen kann.

Die Schweiz macht es seit Jahrzehnten vor: Kantone konkurrieren um Steuerzahler. Wer in Zug oder Schwyz lebt, zahlt deutlich weniger als in Zürich. Das System funktioniert, weil Kapital und Menschen auf Anreize reagieren.

Wer als Investor oder Unternehmer langfristig denkt, sollte die Steuerstandort-Frage nicht ignorieren. Es geht nicht darum, irgendwo hinzuziehen, nur um Steuern zu sparen. Es geht darum, die eigene Situation rational zu bewerten: Wo lebe ich gut? Wo sind meine Geschäftspartner? Wo ist das Steuersystem fair genug, dass ich nicht das Gefühl habe, bestraft zu werden, weil ich erfolgreich bin?

Millionäre in Italien finden Stand 2026 genau diese Kombination: 200.000 Euro Pauschalsteuer, gute Lebensqualität in Mailand, ein Flug von einer Stunde aus Wien oder München und ein Staat, der vermögende Zuzügler aktiv willkommen heißt statt vertreibt. Andere europäische Länder sollten genau hinschauen.

Millionäre in Italien

: Häufige Fragen

Häufige Fragen

Wie viel kostet die Pauschalsteuer für Millionäre in Italien?

Wer als vermögender Ausländer nach Italien zieht, zahlt eine Pauschalsteuer von 200.000 Euro pro Jahr. Der Lebenspartner zahlt einen reduzierten Betrag. Im Gegenzug bleibt das weltweite Auslandseinkommen, also Krypto-, Aktien- und Dividendengewinne, von der italienischen Steuer befreit. Nur in Italien selbst generiertes Einkommen wird normal besteuert.

Warum verliert UK so viele reiche Einwohner?

UK hat sein sogenanntes Non-Dom-Steuerprivileg abgeschafft, das reichen Ausländern erlaubte, nur ihr britisches Einkommen zu versteuern. Dazu kommen Einkommenssteuern von bis zu 50 Prozent, hohe Lebenshaltungskosten und gestiegene Kriminalität. Das Ergebnis: Massiver Exodus wohlhabender Menschen in Richtung Dubai, USA und Italien.

Welches Land verliert weltweit die meisten Millionäre?

China führt die Abwanderungsliste an, gefolgt von Indien und UK. In China spielen politische Unsicherheit und staatliche Eingriffe in Privatvermögen die Hauptrolle. In UK war die Abschaffung des Non-Dom-Privilegs der Hauptauslöser. Viele dieser Wohlhabenden gehen nach Singapur, Dubai, in die USA oder nach Italien.

Lohnt sich ein Umzug nach Italien nur wegen der Steuer?

Nicht nur. Mailand bietet gute internationale Flughafenanbindungen, ein hohes Kulturangebot und eine funktionierende urbane Infrastruktur. Norditalien generell erlebt gerade einen Boom. Wer aus Deutschland oder Österreich kommt, ist mit einem Flug von einer Stunde in Mailand. Die Kombination aus Lebensqualität und Steuervorteil macht den Standort attraktiv.

Was passiert, wenn Deutschland oder Österreich eine Vermögenssteuer einführen?

Das Beispiel Norwegen zeigt: Wer die Vermögenssteuer verschärft, verliert Steuerzahler und hat am Ende weniger Einnahmen, nicht mehr. Reiche Menschen sind mobil, ihr Kapital noch mehr. Aus Deutschland oder Österreich nach Norditalien ist es ein Flug von einer Stunde. Eine Vermögenssteuer würde genau die Leute zuerst vertreiben, die in absoluten Zahlen am meisten zum Staatshaushalt beitragen.

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