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Steuern sparen als Unternehmer: Die häufigsten Fehler
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Steuern sparen als Unternehmer: Die häufigsten Fehler

Viele Unternehmer zahlen massiv zu viel Steuern, weil sie das Thema ignorieren oder dem Steuerberater blind vertrauen. Gerald Hörhan zeigt die häufigsten Fehler und erklärt, wie strategische Steuerplanung Hunderttausende Euro retten kann.

Gerald Hörhan
Geschrieben von
Gerald Hörhan
CEO InvestmentPunk Academy GmbH
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Auf einen blick Zusammengefasst

Steuern sparen als Unternehmer ist der größte Hebel beim Vermögensaufbau. Laut Gerald Hörhan zahlen die meisten Unternehmer massiv zu viel, weil sie keine eigene Steuerkompetenz haben, den Steuerberater nicht aktiv steuern und keine strategische Steuerstruktur aufbauen. Wer vor jeder wirtschaftlichen Aktivität die richtige Rechtsstruktur wählt, also GmbH, Holding, Personengesellschaft oder Stiftung, kann die Steuerlast legal auf einen Bruchteil reduzieren. Selbst Angestellte sparen durch gute Planung 10.000 bis 20.000 Euro pro Jahr.

Steuern sparen als Unternehmer ist laut Gerald Hörhan der größte Hebel beim Vermögensaufbau, den die meisten komplett verschenken. Die meisten Unternehmer zahlen 40 bis 50 Prozent ihres Einkommens an den Staat, obwohl es legal möglich wäre, die Steuerlast auf einen Bruchteil zu reduzieren. Das Problem: Steuern sind langweilig, komplex und werden deshalb ignoriert oder vollständig an den Steuerberater delegiert. Beides ist ein teurer Fehler.

Steuern sparen Unternehmer: Warum das Thema so sträflich vernachlässigt wird

Mathematik war in der Schule für viele schon unbeliebt. Steuerrecht ist die Steigerungsstufe davon. Das Ergebnis: Die meisten Unternehmer sagen sich, der Steuerberater macht das schon, und beschäftigen sich nicht weiter damit. Das kann sehr, sehr teuer werden.

Ein Steuerberater macht in der Praxis das Pflichtprogramm: Buchhaltung, Umsatzsteuererklärung, Jahresabschluss. Die meisten Steuerberater sind überlastet, haben zu wenig Personal und kämpfen gegen Fristen. Wer als Unternehmer keine eigenen Ideen einbringt und kein Steuerwissen hat, wird kaum proaktive Optimierungsvorschläge bekommen. Der Steuerberater sagt nicht von sich aus: Kauf die Aktien in der Firma statt privat, das spart dir 25 Prozent Steuern. Er sagt das nur, wenn du fragst.

Aus 25 Jahren Investmenterfahrung weiß Gerald Hörhan: Alle reichen Menschen der Welt kennen sich sehr gut mit Steuerrecht aus. Je größer die Konzerne, desto professioneller die Steuerexperten. Wer das ignoriert, zahlt Deppensteuer.

Fehler 1: Kein eigenes Steuerwissen, kein strategischer Berater

Der erste und häufigste Fehler beim Steuern sparen Unternehmer ist das vollständige Delegieren ohne eigene Grundkompetenz. Ein Steuerberater, der nur das Pflichtprogramm abarbeitet, ist kein strategischer Partner. Du brauchst zwei Dinge gleichzeitig: erstens eigenes Steuerwissen, damit du Ideen einbringen und Vorschläge beurteilen kannst. Zweitens einen strategischen Steuerberater, der als Sparringpartner fungiert und deine wirtschaftliche Situation aus allen Winkeln betrachtet.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Ein Unternehmer kaufte Aktien privat, statt sie in der Firma zu halten. In Deutschland zahlt eine GmbH auf Aktiengewinne nur etwa 1 Prozent Steuern, privat sind es 25 Prozent Kapitalertragsteuer. Der Steuerberater hatte das nie erwähnt. Als Hörhan den Unternehmer darauf hinwies und er seinen Berater konfrontierte, dauerte es drei Wochen, bis dieser bestätigte: Das geht tatsächlich.

Wer einen strategischen Steuerberater will, muss auch bereit sein, mehr zu bezahlen. Wer beim Honorar knausert, bekommt nur das Minimum. Ein guter strategischer Berater kostet mehr, bringt aber ein Vielfaches zurück.

Fehler 2: Keine strategische Steuerplanung vor dem Investment

Strategische Steuerplanung bedeutet: Bevor du eine wirtschaftliche Aktivität startest, überlegst du, welche Rechtsstruktur die steuerlich günstigste ist. Kaufst du eine Immobilie privat, über eine GmbH, eine Personengesellschaft, eine Holding oder eine Stiftung? Machst du das neue Geschäft unter deiner bestehenden GmbH oder gründest du eine neue Gesellschaft? Tätigst du die Investition im Inland oder im Ausland?

Im Nachhinein eine Struktur zu ändern ist entweder unmöglich oder extrem teuer. Das kostet richtig viel Geld. Wer am Anfang die falsche Entscheidung trifft, zahlt jahrelang dafür.

Ein klassisches Beispiel: Startup-Gründer, die gemeinsam ein Unternehmen aufbauen, das erfolgreich wird, und dabei vergessen, eine Holding-Struktur aufzusetzen. Hätten sie die Anteile von Anfang an über eine Holding gehalten, wäre der Verkaufserlös in Deutschland fast steuerfrei gewesen. Ohne Holding zahlen sie beim Verkauf volle Einkommensteuer plus Sozialversicherung plus Gewerbesteuer. Der Unterschied kann Millionen Euro ausmachen.

Die Faustregel laut Gerald Hörhan: Jede neue wirtschaftliche Aktivität, jede neue Beteiligung, jeder neue Immobilienkauf braucht zuerst die Frage nach der richtigen Steuerstruktur. Dann erst die Umsetzung.

Fehler 3: Steuerfreie Gehaltsbestandteile werden ignoriert

Wer als Unternehmer Mitarbeiter hat und auf steuerfreie Gehaltsbestandteile verzichtet, verschenkt bares Geld. Die Einkommensteuer ist teuer: Bei 100.000 Euro Bruttolohn bleiben dem Mitarbeiter vielleicht 50.000 Euro netto. Als Arbeitgeber kostet ihn das sogar 120.000 Euro, weil die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung obendrauf kommen. Das sind Steuersätze von über 50 Prozent inklusive aller Abgaben.

Es gibt aber legale Alternativen. Das Elektroauto als Sachleistung ist ein klassisches Beispiel: In Österreich fällt bei einem Elektro-Dienstwagen kein privater Nutzungsanteil an. In Deutschland ist er mit nur 0,25 Prozent des Listenpreises pro Monat deutlich günstiger als bei Verbrennern. Ein Elektroauto, das 12.000 Euro kostet, kann der Arbeitgeber für 11.000 bis 12.000 Euro stellen, während der Mitarbeiter sonst 28.000 Euro brutto verdienen müsste, um sich das privat leisten zu können.

Die Liste steuerfreier oder steuerlich begünstigter Gehaltsbestandteile ist lang:

  • Elektroauto als Dienstwagen (steuerfrei in Österreich, stark begünstigt in Deutschland)
  • Jobticket für öffentliche Verkehrsmittel
  • Essensgutscheine und Kantinenleistungen
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Kinderbetreuungszuschüsse
  • Gesundheitsförderungsmaßnahmen
  • In Österreich: FlexCo-Beteiligungen mit steuerlichen Vorteilen

Viele Unternehmer vergessen, dass diese Vorteile nicht nur für Mitarbeiter gelten, sondern auch für sie selbst als Geschäftsführer und für Familienmitglieder, die im Unternehmen mitarbeiten. Wer eine größere Familie hat, die im Betrieb tätig ist, kann schnell 40.000 bis 50.000 Euro jährlich an Steuervorteilen realisieren.

Wie gefährlich ist der krumme Weg wirklich?

Schwarzarbeit, Scheinrechnungen, Umsätze nicht versteuern: Das sind Wege, die viele kennen, aber nur wenige offen zugeben. Laut Gerald Hörhan hat er das bei Bekannten erlebt, die dadurch in die Insolvenz oder sogar ins Gefängnis geraten sind. Die Konsequenzen sind brutal: Steuernachzahlungen auf fiktive Liquidationsgewinne, Strafen, Betriebsprüfungen, existenzbedrohende Risiken.

Ein konkreter Fall: Ein Bauunternehmer zahlte Handwerker schwarz, weil ihm die Lohnabgaben zu hoch waren. Als einer der Handwerker einen Schaden verursachte und nicht zahlte, wurde das Finanzamt eingeschaltet. Die Schwarzarbeit flog auf, und der Unternehmer stand kurz vor der Insolvenz.

Der korrekte, steuereffiziente Weg ist mühsamer und aufwendiger. Aber er führt langfristig zu deutlich mehr Vermögen und schützt vor letalen Risiken. Wer die legalen Möglichkeiten nutzt, muss keine Angst vor dem Finanzamt haben.

Fehler 4: Keine saubere Buchhaltung und keine Zahlenkenntnis

Ein weiterer teurer Fehler beim Steuern sparen Unternehmer: Wer seine Zahlen nicht kennt, kann auch keine Steuern optimieren. Viele Unternehmer, besonders Gründer, wissen nicht, wie viel Steuern sie zahlen müssen. Das führt zu bösen Überraschungen.

In Deutschland muss ein Einzelunternehmer, der im ersten Jahr wenig verdient und im zweiten Jahr richtig Gewinn macht, unter Umständen drei Steuerzahlungen gleichzeitig leisten: die Nachzahlung für das Vorjahr, die Vorauszahlung für das laufende Jahr und die Vorauszahlung für das nächste Jahr. Das kann 150 Prozent des Jahresgewinns ausmachen. Wer das nicht weiß und das Geld ausgegeben hat, steht vor dem Finanzamt ohne Mittel.

Das Finanzamt zögert nicht, Insolvenzanträge zu stellen. Eine Stundungsvereinbarung ist möglich, aber teuer und keine Garantie. Die Gebietskrankenkasse in Österreich ist noch strenger. Wer seine Zahlen nicht im Griff hat, riskiert die Existenz seines Unternehmens.

Was ist die Aktien-Immobilien-Schaukel und warum ist sie so mächtig?

In Deutschland gibt es eine legale Möglichkeit, Geld praktisch steuerfrei aus dem Unternehmen herauszuholen. Das nennt sich Aktien-Immobilien-Schaukel (= eine Kombination aus Aktieninvestments in der GmbH und Immobilienerwerb, die die effektive Steuerlast auf ein Minimum reduziert). Das Prinzip: Eine GmbH kauft Aktien, hält sie und zahlt auf Kursgewinne beim Verkauf nur etwa 1 Prozent Steuer. Mit dem Erlös kauft die GmbH Immobilien, die steuerlich abgeschrieben werden. Durch die Kombination dieser Strukturen lässt sich die effektive Steuerlast auf ein Minimum reduzieren.

Auch in Österreich gibt es vergleichbare Möglichkeiten. Das Prinzip ist dasselbe: Wer die richtigen Strukturen kombiniert, zahlt auf legale Weise deutlich weniger Steuern als jemand, der einfach alles privat hält und das Finanzamt als stillen Teilhaber an jedem Gewinn beteiligt.

Schlechte Investments wegen Steuervorteilen: Die Quadratur der Dummheit

Ein Fehler, den laut Gerald Hörhan immer wieder passiert: Menschen machen schlechte Investments, nur weil sie Steuern sparen Unternehmer-Ratschläge falsch verstehen. Filmfonds, Schiffsbeteiligungsmodelle, Verlustbeteiligungsmodelle: Das klingt verlockend, weil man Verluste von der Steuer absetzen kann. Die Realität: Die Investments sind wertlos, das Finanzamt streicht die Steuerersparnis als Liebhaberei, und am Ende hat man den doppelten Verlust.

Ein Arzt, der zu Hörhan kam, hatte sich an einem Bauherrenmodell beteiligt, das schiefgelaufen war. Er hatte zwar Steuern gespart, aber jetzt drohte das Finanzamt, ihm auch diese Steuerersparnis zu streichen. Die Antwort war klar: Zuerst muss das Investment gut sein. Dann optimiert man die Steuerstruktur. Niemals umgekehrt.

Die Reihenfolge beim Investieren laut Gerald Hörhan ist immer dieselbe: Erst prüfen, ob die Immobilie gut ist. Erst prüfen, ob die Aktie gut ist. Erst prüfen, ob die Beteiligung gut ist. Dann, wenn die Antwort ja ist, die richtige Steuerstruktur wählen. Wer das umdreht, zahlt Deppensteuer.

Was bringt dir gute strategische Steuerplanung konkret?

In der Praxis kann ein Angestellter mit etwas Geschick durch gute strategische Steuerplanung jährlich 10.000 bis 20.000 Euro sparen. Ein Unternehmer kann durch die richtige Struktur Hunderttausende oder sogar Millionen Euro über die Jahre retten. Der Unterschied zwischen 50 Prozent Steuerlast und 25 Prozent Steuerlast bei einem Jahresgewinn von 500.000 Euro beträgt 125.000 Euro pro Jahr. Über zehn Jahre sind das 1,25 Millionen Euro, die du investieren kannst statt sie ans Finanzamt zu überweisen.

Der Weg dorthin hat drei Schritte: Erstens das Steuerrecht selbst lernen, zumindest die Grundlagen. Zweitens einen strategischen Steuerberater finden, dem du Ideen bringst und der als Sparringpartner agiert. Drittens alle wirtschaftlichen Aktivitäten und Investments so gestalten, dass sie steuereffizient sind.

„Steuern ist eigentlich der größte Hebel beim Vermögensaufbau. Die meisten Leute zahlen 40 bis 50 Prozent ihres Einkommens an die Steuer. Das muss nicht sein, wenn man die Regeln kennt.\" – laut Gerald Hörhan

Wer diese Kombination umsetzt, wird langfristig deutlich mehr Vermögen aufbauen. Wer weiter Deppensteuer zahlt und das Finanzamt als stillen Teilhaber an jedem Gewinn beteiligt, läuft im Hamsterrad, egal wie fleißig er ist.

Steuern sparen Unternehmer

: Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum zahlen so viele Unternehmer zu viel Steuern?

Weil sie das Thema Steuer ignorieren und blind dem Steuerberater vertrauen. Die meisten Steuerberater sind überlastet und machen nur das Pflichtprogramm: Buchhaltung, Umsatzsteuererklärung, Jahresabschluss. Wer keine eigenen Ideen einbringt und kein Steuerwissen hat, bekommt selten proaktive Optimierungsvorschläge. Das Ergebnis: Deppensteuer in fünfstelliger bis sechsstelliger Höhe pro Jahr.

Was ist strategische Steuerplanung und wie funktioniert sie?

Strategische Steuerplanung bedeutet, vor jeder wirtschaftlichen Aktivität zu überlegen, welche Rechtsstruktur die günstigste ist. Kaufst du Aktien privat oder in der Firma? Hältst du Immobilien in einer GmbH, einer Personengesellschaft oder einer Stiftung? Wer diese Fragen im Vorhinein beantwortet, kann die Steuerlast legal massiv senken. Im Nachhinein ist Umstrukturieren teuer oder unmöglich.

Was sind steuerfreie Gehaltsbestandteile und lohnen sie sich?

Ja, enorm. Statt 100.000 Euro Bruttolohn, von dem der Mitarbeiter vielleicht 50.000 Euro netto bekommt, kann ein Unternehmer für 12.000 Euro ein Elektroauto als Sachleistung gewähren. Der Vorteil: kein Lohnsteuer-Abzug auf diese Leistung. Dazu kommen Jobtickets, Essensmarken, betriebliche Altersvorsorge und weitere steuerfreie Sachleistungen.

Was passiert, wenn ich Steuern durch schlechte Investments spare?

Das ist die Quadratur der Dummheit. Wer schlechte Investments nur deshalb macht, weil er Steuern sparen will, verliert doppelt: Das Investment bringt nichts oder macht Verluste, und das Finanzamt streicht die Steuerersparnis als Liebhaberei. Zuerst muss das Investment gut sein, dann optimiert man die Steuerstruktur. Niemals umgekehrt.

Wie gefährlich ist Schwarzarbeit als Steuersparmodell?

Extrem gefährlich. Schwarzarbeit hat kurze Beine: Irgendwann kommt das Finanzamt, und dann drohen Steuernachzahlungen, Strafen und im schlimmsten Fall Gefängnis oder Insolvenz. Laut Gerald Hörhan hat er das bei Bekannten erlebt, die durch Schwarzarbeit in die Insolvenz geschlittert sind. Der korrekte, steuereffiziente Weg ist mühsamer, aber er schützt vor existenziellen Risiken.

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