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Trump Wahl 2024: Was sein Sieg für dein Geld bedeutet
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Trump Wahl 2024: Was sein Sieg für dein Geld bedeutet

Trump gewinnt die US-Wahl 2024 mit historischer Machtfülle. Gerald Hörhan analysiert live, was das für Börsen, Bitcoin, Immobilien und Europa bedeutet, und wer zu den großen Gewinnern und Verlierern zählt.

Gerald Hörhan
Geschrieben von
Gerald Hörhan
CEO InvestmentPunk Academy GmbH
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Auf einen blick Zusammengefasst

Die Trump Wahl 2024 ist entschieden: Donald Trump gewinnt mit klarer Mehrheit, kontrolliert Präsidentschaft, Kongress und Supreme Court. Bitcoin stieg in der Wahlnacht auf über 75.000 Dollar, US-Börsen legten 1.400 Punkte zu, Tesla kletterte 15 Prozent. Gewinner sind Finanz-, Rüstungs- und Ölindustrie sowie Krypto. Verlierer sind erneuerbare Energien und deutsche Autobauer wie BMW und Mercedes, die 7 Prozent verloren. Für Immobilien ändert sich strukturell wenig, mittelfristig sind leicht fallende Zinsen möglich.

Trump Wahl 2024: Ein historischer Sieg mit maximaler Machtfülle

Die Trump Wahl 2024 ist Geschichte. Donald Trump gewinnt nicht nur die Präsidentschaft, sondern kontrolliert gleichzeitig den Kongress und den Supreme Court. Laut Gerald Hörhan ist das eine Machtkonzentration, wie sie selten ein amerikanischer Präsident hatte: "Alles ist in eine Richtung gepolt, und das wird einiges verändern." Diese Kombination macht Trump handlungsfähig wie kaum ein Vorgänger, und die Märkte haben das in der Wahlnacht sofort eingepreist.

Zum Vergleich: Ein Präsident mit demokratisch dominiertem Kongress kann viele Vorhaben nicht durchsetzen. Trump dagegen kann substanzielle Reformen tatsächlich umsetzen, von Steuersenkungen über Deregulierung bis hin zur Kryptopolitik. Das ist der entscheidende Unterschied zu seiner ersten Amtszeit.

Gleichzeitig ist in Deutschland die Ampelkoalition in derselben Nacht zerbrochen. Zwei politische Erdbeben in weniger als 24 Stunden, die das wirtschaftliche und politische Umfeld in Europa und Amerika fundamental verändern.

Wer gewinnt, wer verliert: Die Marktreaktion in der Wahlnacht

Die Märkte haben auf die Trump Wahl 2024 sofort reagiert, und zwar eindeutig. In der Wahlnacht stiegen US-Börsen um rund 1.400 Punkte, Bitcoin kletterte auf über 75.000 Dollar und markierte ein neues Allzeithoch. Tesla legte 15 Prozent zu, Coinbase sogar 25 Prozent. Gold stieg um mehr als 6 Prozent.

Auf der Verliererseite stehen vor allem europäische Industrieunternehmen. BMW und Mercedes verloren jeweils rund 7 Prozent, weil Trumps angekündigte Zölle von 20 Prozent auf alle Importe die deutschen Autobauer hart treffen würden. Der DAX fiel, obwohl das globale Umfeld bullisch war.

  • Gewinner: US-Finanzindustrie, Rüstungskonzerne, Öl und Gas, Tesla, Kryptowährungen, Coinbase
  • Verlierer: Erneuerbare Energien, ESG-Fonds, deutsche Autobauer, Firmen die aktiv gegen Trump gearbeitet haben
  • Neutral bis positiv: Immobilien in Europa (strukturell kaum betroffen), Gold als Inflationsschutz

Elon Musk ist laut Hörhan der größte Einzelgewinner: Er wurde in der Wahlnacht um geschätzte 15 Milliarden Dollar reicher. Mit Trumps Rückendeckung für Tesla, SpaceX und bessere Regulierung für seine Unternehmen ist Musk auf dem Weg zum ersten Trillionär der Geschichte, möglicherweise innerhalb von 5 Jahren.

Was plant Trump konkret: Steuern, Zölle und Krypto

Trumps wirtschaftliches Programm hat drei Kernpunkte: Steuersenkungen, Deregulierung und Zölle. Steuern sollen insbesondere für Unternehmen und wohlhabende Bürger sinken. Deregulierung betrifft vor allem die Finanzbranche und den Kryptomarkt. Gary Gensler, der regulierungsfreudige SEC-Chef, wird seinen Posten verlieren, was viele regulatorische Hürden für Krypto beseitigt.

Bei den Zöllen ist die Ansage klar: 20 Prozent auf alle Importe aus Europa, 60 Prozent auf Waren aus China. Das ist massiv inflationär und wird Europa direkt treffen. Gleichzeitig will Trump die Staatsausgaben nicht kürzen, was die Schulden weiter steigen lässt.

"Winner takes all war gestern. Jetzt kommt Winner hoch Winner takes all. Und der größte Gewinner dieser ganzen Aktion ist sicherlich Elon Musk." – Gerald Hörhan, Wahlnacht 2024

Beim Öl setzt Trump auf "Drill, baby, drill": mehr Ölproduktion, weniger Abhängigkeit, niedrigere Energiepreise. Das wirkt zumindest teilweise als Gegengewicht zur Inflation. Windräder und Solarenergie interessieren ihn nicht, Elektroautos duldet er nur wegen Musk.

Inflation und Zinsen: Wie entwickelt sich das Umfeld 2025?

Die Trumpsche Wirtschaftspolitik ist grundsätzlich inflationär: hohe Staatsausgaben, Zölle und Deregulierung treiben die Preise. Trotzdem erwartet Hörhan in der Praxis keine explodierende offizielle Inflationsrate, aus zwei Gründen.

Erstens wird Amerika mehr Öl produzieren, was die Energiekosten dämpft. Zweitens hat Trump ein politisches Interesse an niedrigen offiziellen Inflationszahlen, weil hohe Inflation Biden das Genick gebrochen hat. Die faktische Inflation, also was du wirklich zahlst in Restaurants, beim Arzt oder für Luxusgüter, wird laut Hörhan bei 10 Prozent oder mehr liegen. Die offizielle Statistik wird das nicht vollständig abbilden.

Bei den Zinsen ist das Bild gespalten. Einerseits drückt Inflation auf höhere Zinsen. Andererseits hat Trump persönliches Interesse an niedrigen Zinsen: Er hat selbst viele Schulden im Immobilienbereich, und die USA müssen ihre enormen Staatsschulden bedienen. Es ist denkbar, dass Trump Druck auf Fed-Chef Powell ausübt, die Zinsen zu senken, oder Powell sogar ablöst.

Was bedeutet die Trump Wahl 2024 für Immobilien in Europa?

Für Immobilieninvestoren in Deutschland und Österreich ändert sich durch die Trump Wahl 2024 strukturell weniger als viele denken. Immobilien sind ein lokales Geschäft, und die fundamentalen Treiber bleiben: Wohnungsmangel, zu wenig Neubau, steigende Mieten.

Aus Hörhans Sicht ist Deutschland bereits am Ende der Immobilienkrise. In Deutschland hat sich der Markt bereits im ersten Quartal 2024 stabilisiert, in Österreich folgt der Aufschwung etwas später. Fallende Zinsen, die möglicherweise auch in Europa kommen, wenn die USA die Zinsen senken, würden den Immobilienmarkt weiter befeuern.

Eine potenzielle Chance: Wenn der Euro gegenüber dem Dollar massiv abwertet, könnten amerikanische Investoren europäische Immobilien und Unternehmen als günstig wahrnehmen und aufkaufen. Das würde die Preise in Europa zusätzlich treiben. In der Praxis hat man dieses Muster bereits in den 1990er-Jahren gesehen, als Amerikaner plötzlich die Wiener Börse entdeckten und die Kurse sich verdreifachten.

Geopolitik: Kommt der Frieden in der Ukraine und im Nahen Osten?

Trump hat im Wahlkampf versprochen, den Ukrainekrieg zu beenden. Laut Hörhan ist die Wahrscheinlichkeit dafür nicht schlecht: Erste Signale aus Moskau sind bereits da, und Trump kann als Geschäftsmann mit Diktatoren und Potentaten anders reden als ein westlicher Moralpolitiker.

Ein realistisches Szenario: Russland behält die Krim und Teile des Donbas, der Rest bleibt Ukraine. Selenskyj bleibt Präsident, die Ukraine bekommt irgendeine Form von Assoziierungsabkommen. Kein perfekter Frieden, aber ein Ende des aktiven Krieges.

Im Nahen Osten sieht Hörhan die Chancen auf eine Befriedung ebenfalls als gut an. Trump ist ein Israel-Freund, hat in seiner ersten Amtszeit die Abraham Accords vermittelt und diplomatische Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien, den Emiraten, Ägypten und Marokko hergestellt. Iran wird unter Trump finanziell stärker unter Druck gesetzt, was Terrororganisationen das Geld entzieht.

Geopolitische Risiken bleiben dennoch: Von Taiwan über Nordkorea bis Lateinamerika gibt es viele Konfliktherde. Und Trump mit zu viel Ego und zu wenig Kontrolle kann gefährlich werden, das ist die andere Seite der Medaille.

Was bedeutet das für dich als Investor?

Aus 25 Jahren Investmentpraxis zieht Hörhan folgende Schlüsse für Investoren: Die Euphorie nach der Trump Wahl 2024 kann kurzfristig überschießen. Wer jetzt auf dem Allzeithoch blind alles in US-Aktien wirft, macht einen Fehler. Kaufen war richtig, als es billig war.

Mittelfristig ist das Umfeld für folgende Asset-Klassen positiv:

  • US-Aktien: Finanz, Rüstung, Öl und Gas, Tech mit KI-Exposure, Tesla
  • Bitcoin und Krypto: Regulatorischer Gegenwind fällt weg, Krypto unter Trump positiv. Bitcoin bei 80.000 bis 85.000 Dollar ist nach Hörhans Einschätzung ein möglicher Korrekturpunkt
  • Gold: Gehört ins Portfolio als Schutz gegen Geldentwertung, unabhängig vom Wahlausgang
  • Immobilien Europa: Strukturell stabil, keine großen Trendveränderungen durch Trump

Für Europa und speziell Deutschland gilt: Der Konjunkturmotor Amerika zieht den Rest der Welt mit, aber Amerika wird sich das teuer bezahlen lassen, durch Zölle, Rüstungsausgaben und wirtschaftlichen Druck. Europa wird zunehmend zum Vasallen degradiert, wenn es nicht aufwacht und eigene technologische Stärke aufbaut.

Wer fleißig ist, unternehmerisch denkt und Vermögen aufbaut, wird von diesem neuen Wind profitieren. Wer auf alte Pferde setzt, auf ESG, Vier-Tage-Woche und staatliche Transfers, wird schneller als gedacht in Schwierigkeiten geraten.

Trump Wahl 2024

: Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum ist Elon Musk der größte Gewinner der Trump Wahl 2024?

Elon Musk hat massiv auf Trump gesetzt und wurde in der Wahlnacht um geschätzte 15 Milliarden Dollar reicher. Trump wird sich bei Musk revanchieren: Tesla profitiert von besserer Regulierung, SpaceX von staatlichen Aufträgen, und Musks Kryptoprojekte von der Deregulierung der SEC. Laut Gerald Hörhan könnte Musk damit innerhalb von 5 Jahren der erste Trillionär der Geschichte werden.

Was passiert mit Bitcoin nach der Trump Wahl 2024?

Bitcoin stieg in der Wahlnacht auf über 75.000 Dollar und markierte ein neues Allzeithoch. Unter Trump fällt der regulatorische Gegenwind weg: SEC-Chef Gensler verlässt sein Amt, viele Anti-Krypto-Kongress-Abgeordnete wurden abgewählt. Hörhan sieht Krypto mittelfristig positiv, warnt aber vor blindem Nachkaufen auf dem Allzeithoch. Bei 80.000 bis 85.000 Dollar könnte eine Korrektur kommen.

Wie stark trifft Trump die deutschen Autobauer mit seinen Zöllen?

BMW und Mercedes verloren in der Wahlnacht jeweils rund 7 Prozent, weil Trump Zölle von 20 Prozent auf alle US-Importe angekündigt hat. Das trifft die deutschen Autobauer direkt, da sie einen erheblichen Teil ihrer Fahrzeuge in den USA verkaufen. Ob die Zölle in dieser Höhe tatsächlich kommen, bleibt abzuwarten, aber die Märkte haben die Gefahr sofort eingepreist.

Steigen die Zinsen oder fallen sie unter Trump?

Das ist die entscheidende Frage. Trumps Politik ist grundsätzlich inflationär, was für höhere Zinsen spricht. Gleichzeitig hat Trump persönliches Interesse an niedrigen Zinsen, weil er selbst Immobilienschulden hat und die US-Staatsschulden günstiger bedient werden müssen. Hörhan erwartet, dass Trump Druck auf Fed-Chef Powell ausübt. Die offizielle Inflationsrate könnte niedrig gehalten werden, die faktische Teuerung bei Luxusgütern und Gesundheit bleibt bei 10 Prozent plus.

Was bedeutet Trumps Sieg für Immobilien in Deutschland und Österreich?

Strukturell wenig. Immobilien sind lokale Märkte, und die Treiber bleiben unverändert: Wohnungsmangel, zu wenig Neubau, steigende Mieten. Hörhan sieht Deutschland bereits am Ende der Immobilienkrise. Wenn die USA die Zinsen senken, muss Europa mitziehen, was Immobilien zusätzlich befeuert. Ein schwacher Euro könnte zudem amerikanische Investoren anlocken, die europäische Objekte günstig aufkaufen.

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