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Trump Zollpolitik Europa: Was der Deal wirklich bedeutet
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Trump Zollpolitik Europa: Was der Deal wirklich bedeutet

Von der Leyen reist nach Schottland, Europa einigt sich auf 15 % Zölle statt 30 %, verpflichtet sich zu 600 Mrd. Investitionen und 750 Mrd. US-Energiekäufen. Gerald Hörhan erklärt, warum das Wirtschaftsimperialismus ist und was das für dein Vermögen bedeutet.

Gerald Hörhan
Geschrieben von
Gerald Hörhan
CEO InvestmentPunk Academy GmbH
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Auf einen blick Zusammengefasst

Trump Zollpolitik Europa läuft nach einem klaren Muster: Ursula von der Leyen reiste nach Schottland, um einen Handelsdeal zu sichern und Strafzölle von 30 % zu verhindern. Das Ergebnis: 15 % Zölle, 600 Milliarden Euro Investitionen in Amerika und 750 Milliarden Euro für US-Energie. Laut Gerald Hörhan ist das klassischer Wirtschaftsimperialismus. Europa zahlt, Amerika gewinnt Arbeitsplätze. Geld wird durch Zölle und Gelddruck wertlos. Wer in harte Vermögenswerte investiert, schützt sein Kapital.

Die Trump Zollpolitik Europa hat einen neuen Höhepunkt erreicht. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reiste nach Schottland, um einen Handelsdeal mit Donald Trump zu sichern, bevor Strafzölle von 30 % oder mehr in Kraft treten. Das Ergebnis: 15 % Zölle auf europäische Waren, dazu eine Verpflichtung Europas, 600 Milliarden Euro in Amerika zu investieren und 750 Milliarden Euro für amerikanische Energie auszugeben. Laut Gerald Hörhan ist das kein fairer Handel, sondern klassischer Wirtschaftsimperialismus, wie man ihn bisher nur von China oder Russland kannte.

Was beim Schottland-Treffen wirklich vereinbart wurde

Von der Leyen reiste nach Schottland, fast schon wie ein Kanosgang. Das Ziel: sicherstellen, dass Europa nicht mit 30 % oder noch höheren Zöllen belegt wird. Das Ergebnis des Treffens ist noch nicht vollständig bekannt, aber die Eckdaten stehen. Europa zahlt 15 % Zölle statt der angedrohten 30 %. Dafür verpflichtet sich die EU, 600 Milliarden Euro in amerikanische Produktionsstätten zu investieren und 750 Milliarden Euro für amerikanische Energie zu kaufen.

Stand Juli 2025 sind viele Details noch unklar. Aber das Grundprinzip ist eindeutig: Trump diktiert die Bedingungen, Europa akzeptiert sie. Das ist kein Zufall, das ist System. England hat dasselbe gemacht, Japan, die Philippinen, Vietnam. Alle haben sich arrangiert, um Schlimmeres zu verhindern. Mit 30 % Zöllen wäre der Export in die USA für viele europäische Unternehmen faktisch ein Exportverbot. Man hat das bereits bei China gesehen: Als die hohen Zölle kamen, sind die chinesischen Ausfuhren in die USA drastisch zurückgegangen.

Trump flog von der Leyen sogar großzügigerweise in der Air Force One mit herum, auf eigenem englischem Staatsgebiet. Wo die Macht ist, ist klar. Und der englische Premierminister sowie König Charles haben Trump ebenfalls den Hof gemacht. Das ist die neue geopolitische Realität.

Trump Zollpolitik Europa: Wer zahlt die Rechnung?

Die Kosten des Deals werden auf mehrere Schultern verteilt. Erstens zahlen amerikanische Konsumenten durch höhere Preise, weil importierte Waren teurer werden. Zweitens tragen europäische Produzenten einen Teil, weil ihre Gewinnmargen sinken. Drittens werden europäische Konzerne, die in Amerika investieren, dort Arbeitsplätze schaffen, nicht in Europa.

Das ist der Kern von Trumps Strategie: Reindustrialisierung Amerikas. Trump will, dass Amerika nicht mehr abhängig ist von China und Europa, bei Pharmaprodukten, Medizinprodukten, Schiffen und allem anderen. Wer als europäischer Konzern in Amerika produziert, zahlt keine Zölle. Aber die Arbeitsplätze entstehen in Amerika, nicht in Frankfurt, Stuttgart oder Wien. Das ist kein Geheimnis, das ist erklärtes Ziel der Trump-Administration.

Laut Gerald Hörhan aus 25 Jahren Investmenterfahrung ist das eine Form von Wirtschaftsimperialismus: Der Stärkere hat den größten Markt und die stärkste Wirtschaft. Er diktiert die Terms. Das war schon immer so, jetzt wird es nur offener ausgesprochen. Es zählt die Macht des Stärkeren, nicht die Fairness.

Warum Europa trotzdem nicht tot ist

Viele sagen jetzt, Europa sei verloren. Das ist genauso falsch wie es bei jeder Krise der letzten 25 Jahre falsch war. Todgesagte leben länger und performen oft erstaunlich gut. In der aktuellen Krise ist sogar Kapital nach Europa geflossen. Der Euro ist stark, der DAX hat sich besser entwickelt als viele erwartet haben, und amerikanische Prognosen bescheinigen Europa durchaus Investitionspotenzial.

England ist ein gutes Beispiel. Nach Brexit und der Abschaffung der Non-Domicile-Rules haben viele London abgeschrieben. Aber mit 10 % Zöllen und einer Regierung, die Trump aktiv den Hof macht, könnte England eine Renaissance erleben. Ähnliches gilt für Europa insgesamt. Der Deal mit Trump ist ungleich, aber er verhindert einen großen Handelskrieg mit letalen Konsequenzen für europäische Exporteure.

Europa ist auch nicht so ungeschickt im Verhandeln. In den Details, die noch ausgehandelt werden, kann sich noch viel zugunsten Europas ändern. Das Grundprinzip bleibt: Es werden Kosten entstehen, aber keine letalen Kosten. Ein Teil trägt der amerikanische Konsument durch höhere Preise, ein Teil der europäische Produzent durch niedrigere Margen.

Welche Investitionen sind tatsächlich sinnvoll?

Wenn europäische Konzerne in Amerika produzieren, fallen keine Zölle an. Das ist wirtschaftlich rational. BMW, Mercedes und andere haben bereits Werke in den USA. Wer dort produziert, ist vom Zollregime befreit. Das ist einer der wenigen echten Vorteile des Deals für europäische Unternehmen, auch wenn die Arbeitsplätze in Amerika entstehen.

Bei der Energie sieht es anders aus. Wenn amerikanische Energie zum Marktpreis verkauft wird, ist das in Ordnung. Wenn sie überteuert angeboten wird, ist das ein Problem. Russisches Gas war früher auch nicht immer so günstig wie gedacht. Europa muss hier sehr genau auf die Konditionen achten, die in den Details noch ausgehandelt werden. 750 Milliarden Euro für US-Energie ist eine enorme Summe, die Konditionen entscheiden über den tatsächlichen Wert dieses Deals.

Was bedeutet das für Inflation und dein Geld?

Zölle sind inflationär, das ist keine Meinung, das ist Volkswirtschaftslehre. Ein Teil der Kosten trägt der Konsument durch höhere Preise, ein Teil der Produzent durch niedrigere Margen. Beide Effekte zusammen bedeuten per Definition Inflation. Dazu kommt Trumps Ziel, die Zinsen auf 1 % zu senken und gleichzeitig viel Geld zu drucken.

Wenn die Zentralbank gleichzeitig Geld druckt und die Zinsen niedrig hält, verliert Geld an Wert. Laut Gerald Hörhan führt die Kombination aus Zöllen, Deportationen von Arbeitskräften und Gelddruck zu einer klassischen Lohnpreis-Spirale: Weniger Arbeitskräfte plus mehr Produktion in Amerika plus billiges Geld ergibt zwangsläufig Inflation. Wer sein Geld auf dem Sparbuch lässt, verliert real Kaufkraft.

Der Dollar steht Stand Juli 2025 bei 1,17 bis 1,18 zum Euro, deutlich schwächer als noch vor einem Jahr. Das bedeutet: US-Vermögenswerte wie Bitcoin, Gold oder US-Aktien sind für europäische Investoren gerade relativ günstig, weil der Dollar schwach ist. Gold, Bitcoin und US-Aktien handeln in Dollar, europäische Aktien in Euro. Diesen Währungseffekt sollte man bei Investmententscheidungen berücksichtigen.

Sind die USA oder Europa die bessere Investitionsregion?

Die Macht liegt in Amerika und vielleicht noch in China. Dort wird die Zukunft gemacht, auch bei künstlicher Intelligenz. Das bedeutet aber nicht, dass Europa uninteressant ist. In der Krise ist Kapital nach Europa geflossen, weil Europa als relativer Stabilitätsanker gilt. Der Euro ist stark wie nie, und institutionelle Investoren sehen Europa durchaus als attraktiven Investitionsstandort.

  • Europa hat nach dem Zoll-Schock im April 2025 von fallenden Zinsen profitiert
  • Der Euro ist gegenüber dem Dollar deutlich gestiegen, von 1,02 auf über 1,17
  • Institutionelle Investoren sehen Europa als Diversifikation zu US-Risiken
  • Deutsche und österreichische Immobilien profitieren von günstigerer Refinanzierung durch stärkere Staatsanleihen

Wer nur in einem Markt investiert, trägt ein Klumpenrisiko. Ein diversifiziertes Portfolio aus europäischen und amerikanischen Assets, ergänzt durch Gold und Bitcoin als Inflationsschutz, ist die klügere Strategie. In der Praxis schaut man wirtschaftlich sowohl nach Amerika als auch nach Europa.

Es zählt am Ende die Macht des Stärkeren, nicht die Fairness. Wer das versteht und trotzdem profitiert, hat das Spiel begriffen. Laut Gerald Hörhan ist das keine Niederlage für Europa, sondern eine Anpassung an die neue Realität der Weltpolitik.

Was du als Investor jetzt konkret tun solltest

Die Trump Zollpolitik Europa ist kein temporäres Phänomen. Sie ist das neue Normal. Wer darauf wartet, dass alles wieder so wird wie 2019, wartet vergeblich. Die Konsequenzen für dein Vermögen sind klar: Geld wird wertlos, harte Vermögenswerte schützen. Das gilt für Dollar und Euro gleichermaßen, auch wenn es offiziell schöngeredet wird.

In der Praxis bedeutet das: Immobilien in guten Lagen in Deutschland und Österreich, Gold als klassischer Inflationsschutz, Bitcoin als digitale Alternative mit begrenztem Angebot von 21 Millionen Coins, und selektive US-Aktien, die jetzt durch den schwachen Dollar günstiger sind als vor einem Jahr. Wer jetzt handelt, statt zu warten, ist besser positioniert als wer auf bessere Zeiten hofft. Die Zentralbanken werden früher oder später wieder Geld drucken müssen. Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann.

Trump Zollpolitik Europa

: Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was hat Europa beim Schottland-Treffen mit Trump vereinbart?

Europa hat sich laut ersten Berichten auf 15 % Zölle statt der angedrohten 30 % geeinigt. Dafür verpflichtet sich die EU zu 600 Milliarden Euro Investitionen in Amerika und 750 Milliarden Euro für den Kauf amerikanischer Energie. Viele Details sind Stand Juli 2025 noch offen. Das Grundprinzip ist aber klar: Trump diktiert die Bedingungen, Europa akzeptiert sie, um einen noch schwereren Handelskrieg zu verhindern.

Warum nennt Gerald Hörhan Trumps Politik Wirtschaftsimperialismus?

Weil Trump seinen Verbündeten einseitig die Konditionen vorschreibt: Zölle akzeptieren, in Amerika investieren, amerikanische Energie kaufen. Das ist kein fairer Handel, sondern eine Machtdemonstration des stärksten Marktes der Welt. England, Japan, die Philippinen und Vietnam haben dasselbe erlebt. Wer nicht mitmacht, riskiert de facto ein Exportverbot in den US-Markt.

Was bedeuten die Zölle für die Inflation in Europa?

Zölle sind per Definition inflationär: Ein Teil der Mehrkosten trägt der Konsument durch höhere Preise, ein Teil der Produzent durch niedrigere Margen. Gleichzeitig drückt Trump auf niedrige Zinsen in den USA, was Gelddruck bedeutet. Laut Gerald Hörhan aus 25 Jahren Investmenterfahrung führt diese Kombination zu einer klassischen Lohnpreis-Spirale und entwertet Bargeld real.

Lohnt es sich jetzt, US-Vermögenswerte zu kaufen?

Der Dollar steht Stand Juli 2025 bei 1,17 bis 1,18 zum Euro, deutlich schwächer als noch vor einem Jahr. Das macht US-Vermögenswerte wie Bitcoin, Gold oder US-Aktien für europäische Investoren relativ günstiger. Laut Gerald Hörhan sollte man diesen Währungseffekt bei Investmententscheidungen berücksichtigen, ohne dabei das eigene Risikoprofil zu vergessen.

Ist Europa als Investitionsstandort wirklich verloren?

Nein. In der Krise ist Kapital nach Europa geflossen, der Euro ist stark und europäische Aktien haben sich besser entwickelt als viele erwartet haben. Laut Gerald Hörhan werden todgesagte Regionen oft länger und besser als erwartet performen. Europa bleibt ein wichtiger Stabilitätsanker, auch wenn die wirtschaftliche Macht in Amerika und China liegt.

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