Trumps Wirtschaftsimperialismus folgt dem sogenannten Mar-a-Lago Akkord: Die USA wollen einen schwächeren Dollar, Fabriken zurück im Land, andere Staaten sollen für militärischen Schutz zahlen und Handelshemmnisse abbauen. Stefan Miran, Chef des Council of Economic Advisors, hat das offen formuliert. Laut Gerald Hörhan ist das extremer Wirtschaftsimperialismus: Entweder du spurts oder du flixt. Langfristig ist Geldentwertung das wahrscheinlichste Ergebnis, weshalb Gold, Immobilien und Krypto als Schutz unverzichtbar bleiben.
Was will Amerika wirklich? Der Plan hinter dem Wirtschaftsimperialismus
Trumps Wirtschaftsimperialismus ist kein Zufall und kein Chaos. Es steckt ein klarer Plan dahinter, den Regierungsmitglieder offen kommunizieren. Nach dem Börsencrash durch die Zölle fragen sich alle: Ist das nur verrückt, oder steckt da eine Strategie dahinter? Die Antwort ist eindeutig: Es gibt einen Plan. Und wer die Börsenmärkte und Kapitalmarktentwicklungen verstehen will, muss diesen Plan kennen, statt auf Verschwörungstheorien hereinzufallen.
Das Grundprinzip nennt sich Mar-a-Lago Akkord, benannt nach Trumps Privatanwesen in Florida. Der Dollar war als Weltwährung immer relativ stark, weil alle anderen Länder Dollar-Assets halten wollen. Die USA sagen: Ein starker Dollar schadet unseren Exporten und macht Produktionsstätten in Amerika unwirtschaftlich. Wir wollen einen schwächeren Dollar, aber trotzdem den Status der Weltwährung behalten. Das ist der Kern des Wirtschaftsimperialismus, den Trump betreibt.
Amerika hat ein massives Handelsdefizit bei Gütern, aber Überschüsse bei Dienstleistungen, vor allem durch Tech-Konzerne wie Amazon, Meta und Google. Trump und seine Leute sehen das als strategisches Problem: Im Kriegs- oder Krisenfall braucht Amerika Stahl, Aluminium, Schiffe und Elektronik im eigenen Land. Wer das alles im Ausland produzieren lässt, fährt ein riesiges Risiko.
Die sechs Ziele der Trump-Regierung im Detail
Stefan Miran, Chairman des Council of Economic Advisors, hat die Ziele der USA in klaren Worten zusammengefasst. Laut Gerald Hörhan sind das keine Verschwörungstheorien, sondern öffentlich kommunizierte Positionen der amerikanischen Regierung.
- Zölle akzeptieren: Andere Länder müssen US-Zölle akzeptieren, dürfen aber selbst keine Zölle gegen Amerika erheben. Einseitig, aber klar.
- Handelshemmnisse abbauen: Alle Handelsbarrieren gegenüber Amerika müssen fallen. Wer das nicht macht, bekommt keinen Deal.
- Mehr Verteidigungsausgaben: Andere Staaten müssen mehr in ihre eigene Verteidigung investieren und gleichzeitig amerikanische Militärgüter kaufen.
- Mehr von Amerika kaufen: Landwirtschaft, Öl, Gas, Waffen. Amerika will seinen Exportüberschuss steigern.
- Produktion in Amerika: Ausländische Konzerne wie Mercedes, BMW oder Samsung sollen in Amerika produzieren. Dann gibt es keine Zölle, und die Produkte gelten als amerikanisch.
- Direkte Zahlungen: Andere Staaten sollen Geld direkt an das amerikanische Finanzministerium überweisen. Das steht laut Miran wortwörtlich so im Programm.
Die Botschaft ist klar: Amerika bietet der Welt militärischen Schutz und den Dollar als Leitwährung. Das kostet Amerika laut Eigenaussage viel Geld. Bis jetzt hat Amerika das bezahlt. Jetzt sollen die anderen zahlen. Wer nicht mitspielt, ist ein Feind, mit dem Amerika nichts mehr zu tun haben will.
Ist das wirklich Wirtschaftsimperialismus oder nur Verhandlungstaktik?
Laut Gerald Hörhan ist das extremer Wirtschaftsimperialismus, wie man ihn bisher nur von China oder Russland kannte. Entweder du spurts, oder du flixt. Die Welt wird in drei Gruppen eingeteilt: Freunde, die Amerika zuarbeiten und militärisch geschützt werden. Neutrale Staaten, die mit eingeschränkten Bedingungen Handel treiben. Und Feinde, mit denen Amerika in Konflikt steht und die militärisch bedroht werden.
England und Japan gelten als Freunde. China definitiv als Feind, mit 125 Prozent Zöllen, die einem Handelsembargo gleichkommen. Europa ist noch nicht klar eingeordnet. Das hängt davon ab, wie Europa jetzt auf Trump zugeht. Stand April 2025 sind die ersten Verhandlungssignale aus der EU positiv, aber Amerika sagt: Nur Zölle abschaffen reicht nicht. Wir wollen, dass ihr amerikanische Waffen kauft, von Amerika viel kauft, und vielleicht noch direkt was zahlt.
Selbst Fox News hat das als High-Stakes-Game bezeichnet. Ob das funktioniert, ist nicht ganz klar. Aber man sieht: Die ersten Staaten wollen verhandeln. Japan verhandelt bereits, Israel verhandelt bereits, Südkorea will verhandeln. Das zeigt, dass die Drohkulisse wirkt.
Man kann es ganz klar zusammenfassen: Extremer Wirtschaftsimperialismus. Entweder du spurts, oder du flixt. Das kennt man eigentlich nur von China oder Russland. Aber jetzt kommt es auch von Amerika. (Gerald Hörhan, April 2025)
Warum ist der Handelskrieg mit China das gefährlichste Szenario?
China ist das unberechenbarste Element dieser Krise. 125 Prozent Zölle sind prohibitiv hoch, das ist faktisch ein Handelsembargo. China kann und wird sich nicht öffentlich vor Trump verneigen, das ist innenpolitisch unmöglich. Gleichzeitig eskaliert der Konflikt auf anderen Feldern: Schifffahrt in der Taiwanstraße, Technologiekonkurrenz, wirtschaftliche Weltherrschaft.
In der Praxis gibt es erste Signale aus China für Verhandlungen. Wenn das aufgeht, ist das aus Trumps Sicht ein Geniestreich, und die Börsen werden deutlich höher gehen. Wenn China eskaliert, zum Beispiel durch den Verkauf von US-Staatsanleihen im großen Stil oder durch militärische Aktionen, dann sind gröbere Verwerfungen möglich. Das ist das Risiko, das noch nicht gebannt ist. Die Börsen haben nach der 90-Tage-Pause mit Microsoft und Meta teils 15 Prozent zugelegt, aber mit China ist es noch wild.
China hält als größter privater Besitzer von US-Staatsanleihen neben der Fed ein enormes Druckmittel in der Hand. Ein massiver Verkauf von US-Treasuries würde die Zinsen in die Höhe treiben und die US-Wirtschaft direkt treffen. Das wäre für beide Seiten schmerzhaft, aber China könnte es als letztes Mittel einsetzen.
Was bedeutet das für Inflation, Zinsen und Geldentwertung?
Handelshemmnisse sind grundsätzlich inflationär. Das ist kein politisches Urteil, das ist Volkswirtschaftslehre. Wenn Importe teurer werden, steigen die Preise für Konsumgüter. Wenn gleichzeitig Zinsen gesenkt werden, was Trump bereits angekündigt hat, und spätestens 2026 mit dem neuen Fed-Chef kommt, dann beschleunigt sich die Geldentwertung.
Europa hat bereits angedeutet, die Zinsen zu senken, weil die Wirtschaft sonst unter den Zöllen leidet. Das Ergebnis ist klar: Geld wird wertlos. Das ist wie ein Amen im Gebet. Aus 25 Jahren Investmentbanking-Erfahrung sage ich: Deglobalisierung, Konflikte zwischen Staaten und massive Rüstungsausgaben führen immer zu inflationären Entwicklungen. Wer sein Vermögen in Bargeld parkt, verliert real jedes Jahr Kaufkraft. Das ist fix, unabhängig davon, wie die Verhandlungen ausgehen.
Wo ist die Alternative zum Dollar?
Viele sagen jetzt: Die USA verspielen ihre Rolle, der Dollar als Weltwährung wird ersetzt. Das ist zu kurz gedacht. Ist China eine Alternative? Nein. Kaum jemand wird seine Ersparnisse freiwillig in Yuan halten. Russland ist keine Alternative, Indien auch nicht wirklich. Und wo ist dann die Alternative?
Europa wurde oft als mögliche Alternative genannt. Und tatsächlich fließt gerade etwas Kapital nach Europa, weil einige Länder aufmerksam geworden sind, dass auch in den USA Risiken drohen. Gold hat sich in dieser Krise sehr positiv entwickelt. Bitcoin hat sich relativ gut gehalten. Aber am Ende ist Amerika noch immer der Leitkameel, und Europa und andere Staaten werden sich dem fügen müssen. Mangels Alternativen. Das neue Zeitalter der US-Hegemonie ist eingeläutet, das ist ganz klar.
Was ist das wahrscheinlichste Szenario und was solltest du jetzt tun?
Das wahrscheinlichste Szenario laut Gerald Hörhan: Trump macht Deals mit seinen Verbündeten, die Zölle werden reduziert, Handelshemmnisse werden abgebaut, und Trump stellt sich als großer Dealmaker hin. Japan verhandelt bereits, Israel hat bereits zugestimmt, Südkorea und Vietnam folgen. Die Staaten werden einknicken, Amerika bekommt zumindest teilweise seinen Willen. Trump hat in Art of the Deal gezeigt, wie er agiert: Er pusht bis zum Limit, und wenn die Staaten kommen und bitten, beginnt er zu verhandeln.
Was fix ist, unabhängig vom Ausgang: Das Geld wird wertlos. Die Geldentwertung wird sich beschleunigen. Wer jetzt nicht in harte Vermögenswerte investiert, verliert real Kaufkraft. Das sind werthaltige Immobilien in guten Lagen, Gold als klassischer Inflationsschutz, solide Aktien und Kryptowährungen. Wenn sichere Assets wie Gold oder US-Staatsanleihen fallen, dann muss man sehr vorsichtig sein, weil das bedeutet, dass die großen Spieler Notverkäufe machen müssen. Das wäre das Signal für eine gröbere Krise. Bis dahin gilt: Nicht in Panik verfallen, aber auch nicht in Euphorie. Wenn es alles zum Rabatt gibt, kaufen, nicht den Kopf verlieren.
Wirtschaftsimperialismus
: Häufige Fragen
Häufige Fragen
Was ist der Mar-a-Lago Akkord und was will Trump damit erreichen?
Der Mar-a-Lago Akkord ist das inoffizielle wirtschaftspolitische Programm der Trump-Regierung. Ziel ist ein schwächerer Dollar, der US-Exporte konkurrenzfähiger macht, ohne den Status des Dollar als Weltwährung aufzugeben. Gleichzeitig sollen andere Länder für den militärischen Schutz der USA zahlen und Handelshemmnisse gegenüber Amerika abbauen.
Warum will Trump Fabriken zurück in die USA holen?
Die Trump-Regierung sieht die Verlagerung der Produktion ins Ausland als strategisches Sicherheitsrisiko. Im Kriegs- oder Krisenfall, wie bei Covid, ist Amerika auf ausländische Lieferanten für Stahl, Aluminium, Schiffe und Elektronik angewiesen. Selbstversorgung, sogenannte Self-Sufficiency, ist das erklärte Ziel, das übrigens auch China verfolgt.
Wer sind die Freunde, Neutralen und Feinde Amerikas laut Trump-Doktrin?
Die Trump-Regierung teilt die Welt in drei Gruppen: Freunde, die Amerika zuarbeiten und militärisch geschützt werden, neutrale Staaten mit eingeschränktem Handel, und Feinde, mit denen Amerika in Konflikt steht. England und Japan gelten als Freunde, China als Feind. Europa ist noch nicht klar eingeordnet.
Was passiert mit den Zöllen nach dem 90-Tage-Stopp?
Trump hat die Zölle für alle Länder außer China auf 10 Prozent für 90 Tage gesenkt, um Verhandlungen zu ermöglichen. China wurde mit 125 Prozent belegt, was einem Handelskrieg entspricht. Japan, Israel und Südkorea verhandeln bereits. Das wahrscheinlichste Szenario laut Gerald Hörhan: Trump macht Deals und inszeniert sich als großen Dealmaker.
Wie schützt man sein Vermögen vor Wirtschaftsimperialismus und Geldentwertung?
Laut Gerald Hörhan ist Geldentwertung das sicherste Ergebnis dieser Politik: Handelshemmnisse sind inflationär, Zinssenkungen kommen, und Geld wird gedruckt. Wer sein Vermögen erhalten will, braucht harte Assets: werthaltige Immobilien, Gold, solide Aktien und Kryptowährungen. Bargeld auf dem Sparbuch verliert real jedes Jahr Kaufkraft.

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