Nach der Berliner Wahl ist die Linkspartei stärkste Kraft und fordert Mietendeckel sowie die Enteignung großer Immobilienkonzerne wie der Vonovia. Laut Gerald Hörhan ist eine Enteignung aus rechtlichen, finanziellen und politischen Gründen höchst unwahrscheinlich: Sie würde jahrelange Gerichtsschlachten auslösen und keine einzige neue Wohnung schaffen. Sicher ist aber: Banken werden Berliner Immobilien restriktiver finanzieren, Investitionen werden ausbleiben, das Angebot am Mietmarkt schrumpft weiter und der Berliner Speckgürtel wird massiv profitieren.
Berlin Immobilien Wahl: Was jetzt wirklich auf dich zukommt
Die Berlin Immobilien Wahl hat die politischen Karten neu gemischt. Die Linkspartei ist stärkste Kraft im Berliner Landtag geworden und erhebt Anspruch auf das Bürgermeisteramt. Im Wahlkampf wurden Mieten einfrieren, Großkonzerne enteignen und die Polizei einschränken gefordert. Laut Gerald Hörhan ist sein erstes Fazit eindeutig: "Ich bin froh, dass ich nicht in Berlin investiert bin." Was aber bedeutet das konkret für dich als Immobilienbesitzer oder Investor in der Bundeshauptstadt?
Kommt die Enteignung der Vonovia nach der Berlin Immobilien Wahl?
Das erste große Schreckgespenst nach der Berlin Immobilien Wahl ist die Enteignung oder "Vergesellschaftung" großer Immobilienkonzerne, allen voran der Vonovia, die tausende Wohneinheiten in Berlin hält. Klingt dramatisch. Ist es aber in der Praxis kaum umsetzbar.
Erstens braucht Berlin dafür die richtigen Rechtsstrukturen und Beschlussmehrheiten. Zweitens muss eine öffentliche Rechtskörperschaft geschaffen werden, die die Immobilien übernehmen kann. Drittens stehen jahrelange Gerichtsverfahren bevor. Die Vonovia hat internationale Aktionäre in New York und London, die mit Klagen in verschiedenen Jurisdiktionen antworten werden. Das wird eine jahrelange legale Schlammschlacht, die vor allem Anwälte reich macht und vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe enden könnte.
Dann ist da noch die Entschädigungsfrage. Eine Enteignung muss sich am Marktwert orientieren. Berlin hat das Geld dafür schlicht nicht. Das Land müsste Anleihen begeben, ob die jemand kauft, ist bei dieser politischen Unsicherheit fraglich. Alternativ könnten die Immobiliengesellschaften mit Berliner Landesanleihen mit zum Beispiel 2 % Zinsen und 100 Jahren Laufzeit bezahlt werden. Auch das würde auf allen Ebenen angefochten werden. Hinzu kommt: Immobilienpreise sind durch die Zinserhöhungen allein schon um rund 10 bis 30 % gefallen. Welcher Bewertungsstichtag gilt dann?
"Es wird keine einzige Wohnung gebaut. Es wird nur Geld verschwendet für Anwälte und für diverseste Rechtsprozesse." - Gerald Hörhan
Das Ergebnis: Die Vonovia-Aktie hat nach dem Wahlergebnis kaum reagiert. Der Markt glaubt nicht an eine echte Enteignung. Was die Aktie wirklich bewegt, sind die Zinsen, nicht das politische Theater in Berlin. Ein Zinsanstieg um 1 % trifft den Aktienkurs der Vonovia deutlich härter als jede Enteignungsdebatte.
Was passiert mit dem Berliner Mietmarkt nach der Berlin Immobilien Wahl?
Die Mietregulierung Berlin ist das zweite große Thema. Die Linkspartei plant eine neue Behörde mit rund 100 Mitarbeitern, die zu hohe Mieten verfolgen soll. Dazu kommen stärkerer Bestandsmieterschutz und Begrenzungen bei Mieterhöhungen. Das Resultat ist aus der Ökonomie bekannt, und Berlin hat es schon einmal erlebt: Beim alten Berliner Mietendeckel 2020 ist das Angebot am Mietmarkt um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Wer eine günstige Wohnung hat, zieht nicht aus. Wer neu in die Stadt kommt, findet nichts.
- Bestandsmieter: Zahlen weiter 5 bis 6 Euro pro Quadratmeter, weil ihre Verträge geschützt sind.
- Neuankömmlinge: Finden kaum noch reguläre Angebote und zahlen Neuvertragsmieten von 45 bis 50 Euro pro Quadratmeter in Bestlagen oder müssen Ablösen zahlen.
- Investoren: Legen Bauprojekte und Renovierungen auf Eis, weil sich Investitionen bei 6 Euro Miete schlicht nicht rechnen.
- Schwarzmarkt: Ablösezahlungen an Vormieter und Vermieter werden zur Normalität, weil reguläre Angebote verschwinden.
In der Praxis entsteht eine extreme Marktverzerrung. Eine Wohnung nahe Kurfürstendamm mit alten Mietern und schlechtem Energieausweis kostet vielleicht 2.000 Euro Miete im Monat. Zwei Gassen weiter zahlt man für einen Neubau 15.000 Euro pro Quadratmeter Kaufpreis und 45 Euro Miete pro Quadratmeter. Das ist kein funktionierender Markt, das ist das Ergebnis von jahrelanger Überregulierung. Kaum eine andere Stadt zeigt diese Divergenz so extrem wie Berlin.
Die einzige Lösung, die wirklich funktioniert, um Mieten zu senken, ist mehr bauen. Hier wird das Gegenteil gemacht. Nachverdichtungen in Berlin wird sich heute kaum jemand antun. Bautätigkeit und Investitionstätigkeit werden weiter reduziert.
Wie reagieren Banken auf die Berlin Immobilien Wahl?
Banken werden restriktiver sein bei der Finanzierung von Berliner Immobilien. Das ist aus Sicht von Gerald Hörhan klar. Sie werden nicht gar nicht mehr finanzieren, aber mit mehr Eigenkapital und höheren Risikoaufschlägen. Was das in der Praxis bedeutet: Die Investitionstätigkeit wird weiter sinken. Wer eine Wohnung in Berlin kaufen will, muss mit schlechteren Kreditkonditionen rechnen als in anderen deutschen Städten.
Gleichzeitig werden Bauprojekte und Verbesserungsprojekte auf Eis gelegt. Wer will in Zeiten politischer Unsicherheit und hoher Zinsen Geld in Berlin investieren? Die Kombination aus Mietregulierung, Enteignungsdebatte und restriktiver Bankfinanzierung macht Berlin zu einem der unattraktivsten Investitionsstandorte in Deutschland, Stand 2026.
Wer profitiert wirklich von der Berlin Immobilien Wahl?
Aus 25 Jahren Investmenterfahrung weiß Gerald Hörhan: Wenn ein Markt überreguliert wird, weicht die Nachfrage aus. Und das wird in Berlin genauso passieren wie schon beim ersten Mietendeckel.
Der Berliner Speckgürtel wird massiv profitieren. Gemeinden, die mit der S-Bahn in rund 30 Minuten erreichbar sind, haben oft keine Mietpreisbremse, keinen Mietspiegel und deutlich weniger Regulierung. Wer in Berlin keine Wohnung findet oder sich die Ablöse nicht leisten kann, zieht dorthin. Die Folge: steigende Mieten und steigende Kaufpreise im Umland von Berlin.
Für Investoren bedeutet das konkret: Wer heute in gut angebundenen Berliner Umlandgemeinden kauft, kauft in einen Markt mit strukturellem Nachfrageschub. Dort gibt es oft die ortsübliche Vergleichsmiete, keine verrückte Sonderregulierung und echten Bedarf. Das ist die logische Konsequenz der Berliner Politik nach der Wahl.
Was droht Berlin im Worst Case?
Wenn die Linkspartei tatsächlich alle Wahlversprechen umsetzt, also Polizei einschränken, Drogenkonsum an staatlichen Stellen erlauben, Mieten einfrieren und Investitionen blockieren, dann droht Berlin ein Szenario ähnlich San Francisco. Dort haben Drogensüchtige und Obdachlose Teile der Stadt übernommen. Immobilienpreise sind massiv gefallen, Geschäfte sind abgewandert. Und das trotz des Silicon Valley als wirtschaftlichem Rückenwind, mit Firmen wie OpenAI, Anthropic, Meta und Alphabet in der Nähe.
Ein weiteres warnendes Beispiel ist das Frankfurter Bahnhofsviertel: Drogenkonsum, Kriminalität, kaum vermietbare Immobilien. Genau das droht Teilen Berlins, wenn die Polizei in ihrer Arbeit beschnitten wird und die Drogenpolitik liberalisiert wird. Hörhan nennt vier Szenarien, bei denen man als Investor und als Person ein Land verlassen sollte: Kommunismus, Faschismus, Krieg und Bürgerkrieg. "Wenn die Linken ihre Vorstellung realisieren würden, würde ich sagen: bitte get out of Berlin now." Er schränkt aber sofort ein: Für dieses Worst-Case-Szenario bräuchte die Linke die absolute Mehrheit. Die hat sie nicht.
Was wird nach der Berlin Immobilien Wahl realistisch passieren?
In der Praxis wird weniger passieren als geredet wird. Das kennen wir schon vom ersten Berliner Mietendeckel: viel Schaumschlag, am Ende ein bescheidenes Ergebnis und eine leere Kasse. Koalitionen bremsen radikale Vorhaben. Und selbst wenn eine Linkskoalition zustande kommt, ist eine CDU-SPD-Grün-Koalition laut Hörhan sogar wahrscheinlicher, da die Linkspartei mit einigen Positionen selbst mit SPD und Grünen nicht übereinstimmt und antisemitische Elemente in der Partei eine Koalitionsbildung erschweren.
Trotzdem bleibt die Unsicherheit als realer Faktor bestehen, und Unsicherheit ist Gift für Immobilieninvestitionen. Diese Unsicherheit ist schon allein schädlich genug: Banken werden restriktiver, Investoren verlagern ihre Projekte in andere Städte, der Wohnungsmangel verschärft sich und der Speckgürtel profitiert. Berlin ist eine Stadt, die viel überlebt hat. Aber positiv ist das, was nach der Berlin Immobilien Wahl kommt, auf keinen Fall.
Berlin Immobilien Wahl
: Häufige Fragen
Häufige Fragen
Droht nach der Berliner Wahl wirklich die Enteignung der Vonovia?
Eine Enteignung ist rechtlich extrem schwierig und aus Sicht von Gerald Hörhan höchst unwahrscheinlich. Vonovia hat internationale Aktionäre, die in New York oder London klagen könnten. Dazu bräuchte Berlin eine Finanzierung, die das Land schlicht nicht hat. Die Vonovia-Aktie hat nach der Wahl kaum reagiert, der Markt glaubt nicht an eine echte Enteignung.
Was passiert mit den Mieten in Berlin, wenn die Linke regiert?
Laut Gerald Hörhan werden die Mieten paradoxerweise steigen. Stärkere Mietregulierung schreckt Investoren ab, reduziert das Angebot und treibt Neuvertragsmieten in die Höhe. Bestandsmieter sitzen in günstigen Wohnungen fest, Neuankömmlinge zahlen Mondpreise oder müssen Ablösen zahlen. Das Ziel, Wohnen leistbar zu machen, wird verfehlt.
Lohnt es sich noch, in Berliner Immobilien zu investieren?
Aus Sicht von Gerald Hörhan derzeit nicht. Banken werden Berliner Immobilien mit höheren Risikoaufschlägen und mehr Eigenkapital finanzieren. Die politische Unsicherheit macht Renditekalkulationen unzuverlässig. Wer heute kauft, braucht einen sehr langen Zeithorizont und muss mit weiterer Regulierung rechnen.
Welche Immobilien profitieren von der Berliner Situation?
Der Berliner Speckgürtel, also Gemeinden mit guter S-Bahn-Anbindung in rund 30 Minuten Fahrzeit, wird deutlich profitieren. Dort gibt es weniger Regulierung, oft keinen Mietspiegel und wachsende Nachfrage von Menschen, die in Berlin nichts mehr finden. Mieterhöhungen und Preisanstiege sind dort die logische Folge.
Was ist das Worst-Case-Szenario für Berlin als Immobilienstandort?
Wenn die Linkspartei alle Wahlversprechen umsetzt, also Polizei einschränken, Drogenkonsum liberalisieren, Mieten einfrieren und Investitionen blockieren, droht Berlin ein Szenario ähnlich San Francisco: Kriminalität steigt, Geschäfte wandern ab, Immobilien in schlechten Lagen verlieren massiv an Wert. Gerald Hörhan hält das aber für unwahrscheinlich, da Koalitionen Kompromisse erfordern.

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